Zika-Virus in der Schweiz – BAG bleibt ruhig

Das Bundesamt für Gesundheit BAG sieht vorerst keinen Handlungsbedarf: Einen Ausbruch des Zika-Virus in der Schweiz sei nicht zu befürchten. Dennoch wurden bislang bei zwei Tropenrückkehrern das Zika-Virus nachgewiesen.

Eine Mücke in Nahaufnahme.

Bildlegende: In Brasilien werden wegen des Zika-Viruses Pestizide eingesetzt. Soweit will das BAG gar nicht gehen. Keystone/Archiv

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sieht keine Gefahr eines Ausbruchs des Zika-Virus in der Schweiz. Die Krankheit werde zwar durch den Stich der Tigermücke übertragen, aber nicht durch jene Art Tigermücke, wie es sie mittlerweile im Tessin gibt. «Hauptübertrager in den Ausbruchsgebieten in den Ausbruchsgebieten in Lateinamerika und im karibischen Raum ist die Ägyptische Tigermücke», erklärt Patrik Mathis vom BAG.

Laut dem BAG stellt eine Infektion mit dem Zika-Virus grundsätzlich keine schwere Erkrankung dar. Anders sei es, wenn Schwangere angesteckt würden – deren ungeborene Kinder könnten schwer geschädigt werden.

Bislang zwei Fälle in der Schweiz bekannt

Das Bundesamt empfiehlt deshalb bei Reisen nach Brasilien oder anderen Tropen-Destinationen einen guten Mückenschutz. Zu einer Tropenreise gehöre, sich im Vorfeld über mögliche Krankheiten und Schutzvorkehrungen bei den Reisemedizinern oder Safetravel zu informieren, hiess es beim BAG. Schwangere sollten sich vor einer Tropenreise ganz generell über mögliche Gesundheitsrisiken informieren.

Dem BAG sind bislang zwei Fälle von Reiserückkehrenden in der Schweiz bekannt, die sich in den Tropen mit dem Zika-Virus angesteckt haben.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Zika-Virus in der Schweiz: BAG bleibt ruhig

    Aus Tagesschau vom 26.1.2016

    Das Bundesamt für Gesundheit BAG sieht keine Gefahr für einen Ausbruch des Zika-Virus in der Schweiz. Dennoch wurde bislang bei zwei Tropenrückkehrern das Virus nachgewiesen. Bei einer Erkrankung von Schwangeren kann es zu schweren Schädigungen der Kinder kommen.