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Schweiz Zwei Tote nach Erdrutsch im Tessin

Die starken Regenfälle haben im Tessin zu einem Erdrutsch geführt. Für eine Frau und ihr kleines Kind kam jede Hilfe zu spät.

Legende: Video Zwei Tote nach Erdrutsch im Tessin abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 06.11.2014.

In der Nähe von Lugano ist ein Haus von einem Erdrutsch mitgerissen worden. Nach Angaben der Polizei kamen dabei zwei Menschen ums Leben – eine 31-jährige Frau und ihre dreijährige Tochter.

Das Haus stand in Bombinasco, einem Weiler im Malcatone westlich von Lugano. Dort waren am Abend auf einer Breite von 150 Metern rund 1000 Kubikmeter Erdreich niedergegangen. Das Haus, ein renoviertes Rustico, wurde vollkommen zerstört.

Nach Angaben der Polizei hatten Rettungskräfte seit dem Abend nach der Mutter und ihrer Tochter gesucht. In den frühen Morgenstunden seien die leblosen Körper der beiden dann gefunden worden, hiess es von der Kantonspolizei.

Seit Menschengedenken habe es in dieser Region kein solches Ereignis mehr gegeben, sagte der Feuerwehrkommandant von Novaggio an der Medienkonferenz. Laut dem Tessiner Staatsrat Claudio Zali liegt das betroffene Gebiet nicht in einer Gefahrenzone. Ursache des Erdrutsches war die ausserordentlich grosse Regenmenge, die seit Montagabend im Tessin gefallen ist.

Gesperrte Strassen

Wegen des Unglücks wurde die Strasse zwischen Banco und Astano gesperrt. Es bestehe die Gefahr neuer Erdrutsche, teilte die Polizei mit.

Die anhaltenden Niederschläge sorgten auch auf den Autobahnen für Probleme: Die A2 in Richtung Süden war zwischen Amsteg und Göschenen stundenlang gesperrt. Seit Mittwochabend ist sie aber wieder offen – allerdings nicht für den Schwerverkehr.

Auch die San-Bernardino-Route ist für den Schwerverkehr gesperrt. Wegen des Schneefalls sind verschiedene Strassen vor allem in der Zentralschweiz wegen Lawinengefahr gesperrt.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Sehr, sehr tragisch, was da passiert ist. Die Natur hat wieder einmal hart zugeschlagen. Aber schuld ist nicht sie, sondern wir Menschen, welche sie durcheinander bringen. Ich wünsche den Angehörigen ganz viel Kraft und Mut in der kommenden schweren Zeit. Liebe Grüsse ins Tessin.
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  • Kommentar von jan w, zürich
    ich verstehe die "like-funktion" nicht. 12 pers. haben diesen beitrag "geliket" aber auf was bezieht es sich? inhalt, schreibstil? wie kann man es gut finden wenn menschen sterben? ich bin verwirrt...
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