2. Wahlgang Ständerat: Wie die Kandidaten punkten wollten

Neu erfunden haben sie sich nicht - die Kandidaten im Kampf um den zweiten Zürcher Sitz im Ständerat. Ruedi Noser (FDP) gibt sich weiter staatsmännisch, Bastien Girod (Grüne) markiert den dynamischen Jungen und Hans-Ueli Vogt (SVP) setzt auf die Anti-Europa-Karte.

Bildmontage mit Portraits der drei Kandidaten in unterschiedlichen Situationen

Bildlegende: Drei Männer – ein Ziel: Hans-Ueli Vogt (SVP), Ruedi Noser (FDP) und Bastien Girod (Grüne) wollen in den Ständerat. Keystone

Wer das Zürcher Stimmvolk am meisten überzeugen konnte, entscheidet sich am 22. November. Dann vergeben die Stimmberechtigten den zweiten freien Sitz im Ständerat.

Am meisten ins Zeug legte sich der Grüne Bastien Girod. Er wittert die Chance für den ganz grossen Coup – nachdem sich FDP und SVP nicht auf einen einzigen Kandidaten einigen konnten. Für seinen Wahlkampf setzt er auf die neuen Medien und präsentiert sich als Antwort auf den Rechtsrutsch im eidgenössischen Parlament.

Alternative zu zwei «Euro-Turbos»

Die SVP vermittelt nicht das Bild, als ob sie wirklich an die Wahlchancen ihres Kandidaten Hans-Ueli Vogt glaubt. Sie bot der FDP vergeblich einen Deal an: Ihr Noser gegen unseren Kandidaten im Kanton Aargau. Für den Abend des zweiten Wahlgangs hat die Partei für Hans-Ueli Vogt ausserdem keine Wahlfeier ins Auge gefasst. Der Kandidat selbst versucht mit der Anti-Europa-Karte zu mobilisieren und so die Wählerschaft auf seine Seite zu ziehen.

Noser mit dem gleichen Slogan

Am wenigsten Änderungen gegenüber dem ersten Wahlgang sind bei FDP-Kandidat Ruedi Noser zu beobachten. Wie schon im ersten Wahlgang gilt er auch jetzt als Favorit.

Er führt einen betont unaufgeregten Wahlkampf, gibt sich staatsmännisch und konnte sich die Unterstützung von vielen Mitteparteien und von einigen prominenten Vertretern der SP, wie zum Beispiel von Alt-Regierungrat Markus Notter sichern.