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Wahlkampf Nein zur EU, weniger Zuwanderung: SVP gibt Wahlversprechen ab

Partei-Chef Toni Brunner hat seine Mitglieder in Graubünden auf die Schlussphase der nationalen Wahlen eingeschworen. Dabei rief er nochmals die Schwerpunkte der Volkspartei in Erinnerung – und unterstrich die Gefahren, denen die Schweiz seiner Meinung nach ausgesetzt ist.

Legende: Video Noch acht Wochen bis zur Wahl abspielen. Laufzeit 4:12 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.08.2015.

Über 800 SVP-Parteimitglieder kamen auf der St. Luzisteig in Graubünden zusammen, um sich auf den Wahlherbst einzustimmen. Zwei Monate vor dem Wahltermin rief Partei-Chef Toni Brunnernoch einmal die Schwerpunkte in Erinnerung.

Schweiz in Gefahr

Brunner machte deutlich, welche Politik die SVP verfolgt: Keinen Anschluss an die EU, Zuwanderung begrenzen auf eine Einwohnerschaft unter zehn Millionen, Ausschaffung krimineller Ausländer, Kampf den Missbräuchen im Asylwesen und tiefe Steuern.

Christoph Blocher auf der Rednerbühne
Legende: Christoph Blocher, Vizepräsident der SVP Schweiz, wird an der Delegiertenversammlung von der Menge bejubelt. Keystone

Brunner zeichnete ein Bild einer Schweiz, die in Gefahr ist durch eine masslose Zuwanderung, Gewalt und Kriminalität, terroristische Anschläge sowie den «Drang von Politikern, die Schweiz in die EU zu führen».

Blocher in alter Frische

Auch Alt Bundesrat und SVP-Stratege Christoph Blocher schoss am Parteifest in Graubünden kräftig gegen die EU. 2015 sei ein Schicksalsjahr, betonte der 75-Jährige. Es gehe um Grundsätzliches. Die Schweiz habe erstmals seit 1848 eine Linksregierung. Es werde der Schweiz schlechter gehen. Wenn es nicht den Weg der SVP gehe, lande das Land in der EU, einer «intellektuellen Fehlkonstruktion». Blochers Rede quittierten die begeisterten Parteimitglieder mit stehenden Ovationen.

Wir verfolgen unsere Themen und Positionen beharrlich über Jahre und Jahrzehnte.
Autor: Toni BrunnerParteichef der SVP

Die SVP sei berechenbar, rief Brunner den Delegierten im Festzelt auf der St. Luzisteig bei Maienfeld zu. Die Partei müsse sich nicht verbiegen und ihre Politik laufend auf den Zeitgeist ausrichten. «Wir verfolgen unsere Themen und Positionen beharrlich über Jahre und Jahrzehnte», betonte der Parteichef. Es seien Themen, welche die Bevölkerung beschäftigten.

Der SVP-Chef teilte auch aus: Die anderen Parteien hätten die Schweiz aufgegeben. Nach den Wahlen würden die Masken fallen und die Karten auf den Tisch gelegt. Entscheidend werde dann sein, wie das Parlament zusammengesetzt sei.

Politik und Unterhaltung

Begrüsst worden waren die SVP-Mitglieder vom Bündner Kantonalparteipräsidenten und Nationalrat Heinz Brand. Auf die letzte Zusammenkunft der Partei im Hauptbahnhof in Zürich anspielend, sagte er, im Gegensatz zu Zürich sei es in Graubünden noch möglich, einen politischen Anlass ohne Polizeischutz durchzuführen.

Das Programm der SVP-Delegiertenversammlung auf dem Pass zwischen der Schweiz und Liechtenstein war stark durchsetzt von Unterhaltungselementen, wie Musik und einer Heidi-Inszenierung.

91 Kommentare

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  • Kommentar von T. Eltschkner, Uster
    Ich fand die Veranstaltung duchwegs gelungen. Die war so gut, dass die Medien nichts anderes zum motzen fanden als zu erwähnen wie die SVP doch tatsächlich nicht jedes Thema ins "Wahlversprechen" aufnahm. Während die SVP Lösungsorientiert politisiert hat die Grüne Partei rausgegeben gg Minderheiten zu hetzen (SVP) und die Linksradikalen Parteischäfchen folgen brav. Jede Partei hat nun mal ihre Kernthemen. Bei den Grünen beschränkt es sich auf Atomausstieg und Hetze gegen die SVP..
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    1. Antwort von M.Müller, Zürich
      @Eltschkner, ich stand auch mal der SVP nahe. Leider ist die SVP eine Oligarchenpartei geworden und missbraucht die populistisch gewonnenen Stimmen für Ihre Oligarchen und nicht für das V wie Volk. Merken Sie nicht, dass die SVP neben der Asyl u. EU Politik nur das Ziel der Vermögensumschichtung mit allen miesen Methoden verfolgt? Geben Sie mir bitte Beispiele wo die SVP für das Volk da ist - sehe nichts mehr....
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    2. Antwort von T. Eltschkner, Uster
      " Geben Sie mir bitte Beispiele wo die SVP für das Volk da ist - sehe nichts mehr.... " Gerne Kampf für die Direkte Demokratie, für weniger Steuern (ja das ist Fakt) Meinungsfreiheit. Schweiz nicht in das Total-Chaos EU führen. die naive zu teure Energiewende versuchen zu verhindern, Bussen- Behördenterror gegen die Bürger verkleinern, Verbote eindämmen etc. Nun aber ist M. Müller dran. Welche Partei soll denn für das Volk da sein?
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    3. Antwort von M.Müller, Zürich
      @Eltschkner, Energiewende verhindern? Kutschenbauer wollten auch die Autos verhindern. Gehen Sie in die Umweltarena, dann merkenn Sie, dass der Generationenbetrug der Kernenergie ein Verbrechen ist. Weniger Steuern für die oberen 2% wie bei der Erbschaftssteuer damit die Vermögensumschichtung weiter geht u. jetzt jammern 98% wegen dem fehlenden Geld in der AHV. Das ist ein toller dienst am Volk! Asyl u. EU Politik io, rest zum spühlen. Ecopop nein? Schauen Sie genau hin wem die SVP Politik dient
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    4. Antwort von A. Weber, Zürich
      " Weniger Steuern für die oberen 2% wie bei der Erbschaftssteuer " Selbstverständlich ist es das ehrbare Recht von M. Müller widerlegtes dennoch zu wiederholen. Darf ich mir erlauben meine Replik aber auch zu wiederholen?SVP will weniger Steuern für alle, ja besonders auch für Reiche. Warum? Immer noch um diese ins Land zu locken weil die in Franken MEHR Steuern zahlen was für andere bedeutet weniger Zahlen zu müssen. Schade finden M. Müller die Linken so schlecht, da ihr Programm auch deren ist
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    5. Antwort von M.Müller, Zürich
      @Weber, das mit dem Locken ist schon so. Eine Moderne Gesellschaft hatte mal die Moral und die gesetzliche Gleichheit als oberstes Gebot. Warum? Weil das zu Frieden und Stabilität führt. Unsere Prostitution hin zum Kapital führt in eine 2 Klassen Gesellschaft. Wohin das Führt und was daraus wird sehen wir in Ländern wie Griechenland usw. Wenn die Reichen das können, dann kann ich das auch denkt der kleine Mann - schwups ist der Staat in der Gosse von Links bis Rechts.
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    6. Antwort von A. Weber, Zürich
      ja stimmt schon :-) Manchmal gibt es gefährliche Verlockungen, manchmal aber auch sinnvolle. Und reiche Menschen ins Land zu locken um unseren Wohlstand zu sichern ist eine gute Lockung. Und mit Steueranreize und den Vorzügen welches unser Land hat gewinnen dann doch beide Seiten. Also ist diese Lockung sehr sinnvoll. Und auch das macht die SVP so wie die Punkte welche man Ihnen schon aufgezählt hat.
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    7. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      7th try@M.Müller:ZurUnterscheidung vonGutem+Schlechtem bedarf derVerständige keines anderenMenschen(Sokrates470-399v.Chr).VerständigeLeute werden auch hinterlistigeFeinde leicht erkennen,welche Ruin unseresVolchs anstreben,z.B.mit absichtlicherSchädigung derExportindustrie,Förderung vonSchmarotzertum in höchstenLohnklassen derSozialindustrie,sowie unnötiger Mitgliedschaft,mit Beiträgen von1.MilliardeFranken(pro Monat)fürKoloss,damit wir dann imVerhältnis8/500=1,6% mitbestimmen können sollen.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler, Winterthur
    Der SVP Parteitag war nichts als Folklore & eine skurrile Anbiederung an das Volk, welches im Glauben gelassen werden soll, ihr Program sei volksnah. Die Naivität treibt wundersame Blüten! Und alle rufen hurra!
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    1. Antwort von M. Sutter, Aargau
      Ich habe Sie am Parteitag gar nicht gesehen, Herr Bächler! Waren Sie inkognito da? Bitte informieren Sie sich zuerst seriös, bevor Sie loslegen. Kultur gehört nun mal zu unserem Land und darf auch gelebt werden. Die komische linke "Kultur" mit Schweiz abschaffen, etc. überlassen wir den Linken!
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    2. Antwort von B. Küng, Biel
      Sutter, ich frage mich, was ein Oktoberfest-Dirndl und ein China-Plüschhund mit Schweizer Kultur zu tun hat. Vom schwachsinnigen Wahlkampf-Song wollen wir gar nicht erst reden. Aber der wurde wenigstens von einem Schweizer "Hirni" produziert......
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    3. Antwort von M. Sutter, Aargau
      Küng: wo das Dirndl und der Berner Sennenhund in Plüsch hergestellt worden sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Wir, die an der DV teilgenommen haben, haben die Symbolik des Auftrittes und des Maskottchens gesehen. Wenn es Linken Spass macht, einen Ziegenbock Zottel, der Maskottchen war, grundlos zu quälen und zu verunstalten, dann hört jeder Spass auf. Berner Sennenhunde aus Plüsch werden nun mal im Ausland hergestellt. Aber da Sie eh negativ eingestellt sind, erübrigen sich weitere Kommentare.
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    4. Antwort von T. Eltschkner, Uster
      ". Vom schwachsinnigen Wahlkampf-Song wollen wir gar nicht erst reden" Oh gleich schwachsinnig. Linke finden an der SVP alles böse. Aber M. Sutter hat recht...Wie kann man so wie N. Bächler über eine Veranstaltung wettern, die man nicht gesehen hat? Typisch Grüne halt. Finden alles automatisch schlecht was von der SVP kommt. Egal was, selbst wenn man gar nicht weiss um was es geht...
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    5. Antwort von P.Meier, Zürich
      @Niklaus Bächler. Warum sind die Links-Grünen immer von allen anderen Kulturen & Folkloren begeistert und idealiseren sogar andere Kulturen & Folkloren, aber die Schweizer Kultur & Folklore wird als "hinterwälderisch und peinlich" abgestempelt?
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    6. Antwort von christoph heierli, paspels
      @M.Suter Sie können niemanden sehen den sie nicht kennen. Seriös und Kultur? Sexy Heidi im Dirndel, Stoffhund aus China usw. Nimmt mich wunder was so eine Komödie mit Kultur zu tun hat. Dann auch noch ein langweiliges Lied falsch singen. Übrigens wollten die Sozialisten nur den Kapitalismus abschaffen und nicht die Schweiz.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    H. Studer, 22.8.15/13:56 // "Zuwanderung begrenzen auf eine Einwohnerschaft unter zehn Millionen" NEIN, rückbuchstabieren auf weit UNTER 8 Millionen!! Das wäre doch mal eine Ansage meine Damen und Herren// Das wünschte ich mir auch, aber nachdem eine überwältigende Mehrheit der Schweizer die Ecopop ablehnte, glaube ich nicht mehr daran. Auch hat mich die SVP mit ihrer Ablehnung gegen die Ecopop bitter enttäuscht, von den andern Parteien gar nicht die Rede.
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