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Wirtschaft Arbeitslosigkeit in Eurozone auf Rekordhoch

Noch nie waren in den Euro-Ländern so viele Menschen arbeitslos wie im Januar. Allein im Januar verloren über 200‘000 ihre Stelle. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 11,9 Prozent. Besserung ist erst ab 2014 zu erwarten.

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist wegen der Wirtschaftskrise so hoch wie nie. Allein im Januar verloren 201‘000 Beschäftigte ihren Job. Die Arbeitslosenquote stieg dadurch um 0,1 auf den Rekordwert von 11,9 Prozent, teilte die Statistikbehörde Eurostat mit.

Innerhalb der Eurozone ist das Gefälle aber enorm: Österreich weist mit 4,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit aus, Griechenland mit 27 Prozent die höchste.

Minimale Besserung ab 2014

Ein baldiges Ende der Misere ist nicht in Sicht. Nach einer Umfrage des Markit-Instituts unter Tausenden Unternehmen in der Eurozone wurden im Februar bereits den 13. Monat in Folge Stellen gestrichen.

Die EU-Kommission rechnet für dieses Jahr mit einem Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosenquote auf 12,2 Prozent. Erst 2014 soll sie wieder sinken, wenn auch nur minimal auf 12,1 Prozent.

Legende: Video Reto Lipp zur Arbeitslosigkeit abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Vom 02.03.2013.

Auch Italien mit Rekord

Die künftige Regierung in Rom muss gegen eine Rekordarbeitslosigkeit kämpfen. Die um saisonale Schwankungen bereinigte Quote kletterte im Januar auf 11,7 Prozent. Ein so hoher Wert ist seit Beginn der Erhebung 1992 noch nie ermittelt worden, teilte die Statistikbehörde in Rom mit. Im Dezember waren noch 11,3 Prozent arbeitslos gemeldet.

7 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Arbeitslosigkeit ist die Folge von zu hohen Realzinsen! Beim heutigen Geldangebot im Verhältnis zur Geldnachfrage für realwirtschaftliche Investitionen, müsste die Zinsskala aktuell bei ca. -5% beginnen (Taylor-Regel). Wenn zuviel gespart wird, muss dessen Attraktivität abnehmen -> mehr Konsum/Spenden/Steuervorauszahlungen usw.->antizyklische Wirkung-> Wirtschaft stabilisiert sich auch ohne Staatsausgaben auf Pump. Natürlich darf der Boden nicht als Geldanlage dienen!
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    1. Antwort von J.Sand, Zürich
      Passen Sie auf wo Sie hintreten, Herr Bernouli, Ihnen muss ja der Kopf schwirren von diesem Zahlen- und Buchstabensalat!
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    2. Antwort von Paul Bürger, Schweiz
      @Bernoulli: Wer hat ihnen denn dies erzählt?
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    3. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ Paul Bürger: siehe z.B.: "It May Be Time for the Fed to Go Negative", "Geldpolitik: Fed wünscht Zins von minus fünf Prozent" "menschengerechte Wirtschaft", "Wege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise: Politische Weichenstellungen"
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    4. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @H. Bernoulli: absolut nachvollziehbar und theoretisch richtig. Aber......der Mensch denkt eben nicht realistisch sondern intuitiv und die Politiker und Parteien noch viel mehr. Das Credo meiner Professoren in Volkswirtschaft: Solange die Theorien nicht an die bestehenden Realitäten angeglichen werden, bleibt die Theorie was es oft eben ist: Papier.....
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    5. Antwort von U.Sandmann, Wil
      @H.Girschw./Was sind bestehende Realitäten?Diejenigen welche akzeptiert werden?Evtl.könnten ja NEUE REALITÄTEN geschaffen werden, beispielsweise via Politik?Und wenn der Mensch schon nicht realistisch sondern intuitiv denkt,wieso basiert dann ein Geldsystem auf einem realistischen System,welches nichts mit ihm zu tun hat?(Ornstein:Es ist ohnehin unmöglich rational zu sein.Der Mensch hat nämlich keine Zeit für den Luxus rational zu sein).(T.Sedlacek:Ökonomie von Gut und Böse/Hanser-Verlag...
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  • Kommentar von R.Krieger, Romanshorn
    Eigentlich müsste jetzt nur noch das Rentenalter heraufgesetzt werden.Dadurch könnte diese wirtschaftlich erfreuliche Quote noch ein bisschen in die Höhe geschraubt werden.Mehrere Anwärter auf einen Job drücken die ach so hohen Lohnkosten.Die Immobilien,die Dank Jobverlust frei werden,sind willkommene Schnäppchen für Investoren. Bei einer guten "Marktanalyse" lässt sich da sicher Etliches herausholen.Nun noch die Zinsen erhöhen und bald kann auch die Waffenproduktion hinauffahren.Genial...
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