Chinas Börsen stoppen Talfahrt

Die wichtigsten Indizes legen zwar nur leicht zu – aber immerhin geht es nicht weiter abwärts.

Im Hintergrund Börsendaten – im Vordergrund Rückenansichten von Chinesen

Bildlegende: Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Chinas Börsen können erstmals seit Tagen wieder zulegen. Keystone

Die chinesischen Börsen haben nach der überraschenden Zinssenkung der Zentralbank die rasante Talfahrt der Vortage gestoppt. Der Shanghai Composite Index legte am Vormittag 0,4 Prozent, der Shanghai Shenzhen Index 0,9 Prozent zu.

In den vorangegangenen drei Handelstagen hatten die Indizes 19 Prozent eingebüsst. Nach dem Absturz senkte die chinesische Zentralbank die Zinsen und stellte eine flexiblere Geldpolitik in Aussicht.

Hoffnungsschimmer auch in Tokio

Indem der Geldhahn aufgedreht wird, sollen die Konjunktur belebt und die Märkte gestützt werden. Nachdem die direkten Interventionen und Stützungskäufe an den seit Mitte Juni einbrechenden Aktienmärkten über Wochen nur wenig Erfolg gezeigt hatten, wechselte Chinas Regierung damit ihre Strategie zur Stabilisierung der Börsen.

Auch die Börse in Tokio hat etwas Boden gut gemacht. Der in den vergangenen Tagen massiv eingebrochene Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte ein leichtes Plus von 70,79 Punkten oder 0,40 Prozent beim Stand von 17'877,49 Punkten. Der breit gefasste Topix – der Tokio Stock Price Index – stieg bis dahin um 18,81 Punkten oder 1,31 Prozent auf den Zwischenstand von 1451,46 Punkten.