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Hypothekenstreit in den USA Credit Suisse zahlt 400 Millionen an US-Behörde

Die Grossbank zahlt für die Beilegung eines Rechtsstreites. Der Grund: faule Hypothekenpapiere.

Legende: Audio Die CS bezahlt – gibt aber keine Verfehlung zu abspielen. Laufzeit 01:25 Minuten.
01:25 min, aus SRF 4 News aktuell vom 04.05.2017.
  • Die Credit Suisse hat in den USA einen weiteren Rechtsstreit aus der Zeit von der Finanzkrise beigelegt. Kostenpunkt: 400 Millionen Dollar.
  • Es geht um faule Hypotheken-Papiere: Laut einer US-Behörde hatte die Bank mit den Verkäufen von hypothekenbesicherten Wertpapieren zum Zusammenbruch von drei Kreditgenossenschaften beigetragen.
  • Laut der Grossbank ist die Zahlung durch Rückstellungen abgedeckt.

Die Credit Suisse sei über den Abschluss des Vergleichs erfreut. Damit sei ein weiterer Rechtsfall gelöst, heisst es bei der CS. Bei der Klage gegen die CS ging es um Verkäufe von hypothekenbesicherten Wertpapieren in den Jahren vor der Finanzkrise an die U.S. Central Federal Credit Union, an die Southwest Corporate Federal Credit Union sowie an die Western Corporate Federal Credit Union. Die Credit Suisse habe in dem Rechtsvergleich kein Fehlverhalten zugegeben.

Einschätzung von SRF-Redaktorin Maren Peters

Dass eine Bank sich «erfreut» zeigt, wenn sie eine Busse von 400 Millionen Dollar aufgebrummt bekommt, erstaunt erst einmal. Doch die Credit Suisse hat tatsächlich Grund, sich über den Vergleich zu freuen. Denn sie kann damit eine drohende Klage in den USA abwenden, die eine ernsthafte Bedrohung für das Geschäft bedeutet hätte. Zudem muss sie nicht einmal ihre Schuld eingestehen – sondern kann sich einfach freikaufen. Ein  Verfahren, das absolut üblich ist bei der Beilegung solcher Streitfälle. Auch die Höhe der Busse ist für die Grossbank verkraftbar – und nach Bankangaben zudem komplett durch Rückstellungen gedeckt. Und das heisst: Die Bank hatte eine Vergleich in dieser Höhe erwartet. Das ist gut für die Credit Suisse, weil ein weiterer Rechtsstreit beigelegt ist. Das ist auch gut für die betroffenen drei US-Banken, weil sie entschädigt werden. Ob damit alle Altlasten der Crédit Suisse in Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise beseitigt sind, bleibt aber auch nach dieser Einigung eine offene Frage.

Am Dienstag hatte bereits die Grossbank UBS bekanntgegeben, dass sie an die zuständige US-Behörde eine Summe von 445 Millionen Dollar bezahlt. Die US-Behörde hat im Zusammenhang mit den Klagen gegen diverse Banken bereits insgesamt rund 5,1 Milliarden Dollar erhalten.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Grossrieder (View)
    Nehme an die Busen sind gering, gemessen an dem Profit den die CS und UBS etc in den USA rausholen. Und doch scheinen diese nur Schoshunde ihrer Herrchen in den Staaten zu sein, welche sie straff mit Busen an der Leine halten; damit sie nicht zu frech, oder zu stark werden. Und mit Beschuldigungen, welche moeglicherweise gar selbst ausgeübt, werden? Ab und zu eins aufs Pfoetchen soll die nicht USA Banken bei Leine halten, stelle ich mir vor.
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Eine gute Geldquelle für die marode USA. Dieses Land sollte mal die eigenen Verfehlungen unter die Lupe nehmen und die Leidtragenden entschädigen. Beispiel: Ureinwohner, denen ALLES gestohlen wurde und wird. Nämlich ihr Land, ihre Existenz und ihre Würde!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    ....und schon ist alles Unsaubere getilgt. Konsequenzen für die fehgeleiteten "Super-Manager" mit den Super-Löhnen-und Boni - von Gesetzes wegen, Positions-Konsequenzen - NEIN! Nach dem Motto: "die KLeinen werden gehängt, die grossen zahlen sich mit Mio frei".......
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