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Wirtschaft Kleine Banken, grosse Sorgen

Die Schweizer Bankenszene zeigte diese Woche viel Bewegung. Einerseits kündigte die Grossbank CS an, sie wolle wachsen, indem sie kleine Banken übernehme. Andererseits meldete die kleine Zürcher Privatbank Hottinger Konkurs an. Was heisst das für die Zukunft der kleinen Schweizer Privatbanken?

Bank-Schild spiegelverkehrt vor demr Bundeshauskuppel.
Legende: Die Zahl der kleinen Privatbanken in der Schweiz sinkt. Überlebensstrategien sind gefragt. Keystone

Es rumort in der Branche. Dennoch sagt Yves Mirabaud von der Genfer Privatbank Mirabaud: «Keine Panik!» Er ist auch Präsident der Vereinigung Schweizer Privatbanken und sieht in der Avance der Credit Suisse vor allem Positives. Sie zwinge Banken, noch besser zu werden und noch besseren Kundenservice zu bieten.

Der Kundenkontakt als Vorteil

Banken müssen heute immer mehr in Informatik investieren, immer mehr Daten erfassen. Immer digitaler sollen Banken sein, um auch neue Kunden zu gewinnen, heisst es. Miraubaud zweifelt daran. Um einen Kunden zu beraten, müsse man ihn und seine Geschichte kennen. Deshalb brauche es immer den direkten Kontakt. Das sei ein Vorteil der kleinen Privatbanken, sagt Mirabaud.

Dass kleine Banken Vorteile haben, davon ist auch der CEO der Obwaldner Kantonalbank, Bruno Thürig, überzeugt: «Kleinere Banken sind agil, können schnell und kundennah entscheiden, und sie können ihre Risiken relativ überschaubar in den Griff kriegen.» Deshalb glaube er, dass kleinere Banken überlebensfähig seien, «sogar sehr gut überlebensfähig».

Gezielt Partnerschaften eingehen

Allerdings gelinge dies nur, wenn man am Ball bleibe, sagt Thürig. «Wir müssen genau beobachten, was passiert.» Und man müsse auch priorisieren: «Das heisst prüfen, wo es Sinn macht, mitzumachen, und wo nicht, und mit welchen Partnern. Denn auch kleinen Banken stehen Partner in diesen Bereichen zur Verfügung.»

Trotz allem: Gemäss Studien ist in den letzten Jahren die Anzahl der Schweizer Privatbanken von 180 auf 130 zurückgegangen. Auch wenn viele von ihnen sich auf einen Wandel vorbereiten, dürfte es doch zu einem weiteren Rückgang kommen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Ich hätte SRF noch einen Sendungsvorschlag: Visionen, nirgends ist dies nötiger als im Geldsystem.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Wir gehen zu CA oder Vögeli Kleider Kaufen. Essen wird bei Lidl, Aldi, Coop oder Migros eingekauft. Alles um Geld zu sparen um bei anderen Grossen, Luxusprodukte zu kaufen. Der Detailhändler sterben aus, Schuld sind die Grossen! Nein wir Konsumenten weil es uns Egal ist, wenn Sie nicht mehr da sind, weinen wir! Das die kleinen verschwinden wegen der Globalisierung ist ein Märchen. Die kleinen müssen weg weil wir billiger Einkaufen wollen. Das ist im Moment so, wehe die Grossen haben das Monopol!
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    In der Globalisierung müssen alle Kleinen weg. Nur wir Menschen können gegen diese Vorhaben der "Regierenden" etwas tun. Nur zusehen geht nicht!
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