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Lohnschere wird kleiner Jeder zweite Lohn liegt über 6502 Franken

Legende: Video Sozialpartner verlangen höhere Löhne abspielen. Laufzeit 01:12 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 14.05.2018.
  • Arbeitnehmende in der Schweiz verdienten 2016 einen Medianlohn von 6502 Franken brutto. Gleich viele Personen verdienten also mehr beziehungsweise weniger.
  • Dies geht aus ersten Ergebnissen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
  • Demnach waren die Lohnunterschiede nach Wirtschaftszweigen und Regionen nach wie vor markant.

Die 10 Prozent der Arbeitnehmenden mit den tiefsten Löhnen verdienten brutto weniger als 4313 Franken pro Monat, während die am besten bezahlten 10 Prozent einen Lohn von über 11'406 Franken erhielten. Das geht aus der Lohnstrukturerhebung hervor, deren Ergebnisse das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte.

Die Lohnschere schloss sich zwischen 2008 und 2016 leicht: Der Gesamtabstand zwischen den höchsten und den niedrigsten Löhnen verringerte sich vom Faktor 2,7 auf 2,6. Im gleichen Zeitraum stiegen die Löhne der am besten bezahlten 10 Prozent um 6,3 Prozent. In der Mittelschicht belief sich das Lohnwachstum auf 6,9 Prozent, während sich die Löhne bei den am schlechtesten bezahlten 10 Prozent der Arbeitnehmenden um 9,9 Prozent erhöhten.

Ebenfalls gesunken ist laut dem BFS das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern. Im Jahr 2016 betrug es 12 Prozent gegenüber 12,5 Prozent im Jahr 2014. Frauen verdienten 2016 im privaten Sektor 14,6 Prozent weniger als Männer, im öffentlichen Sektor 12,5 Prozent. Die Lohnunterschiede lassen sich teilweise mit unterschiedlichen Tätigkeiten und strukturellen Merkmalen erklären. Für die Lohnstrukturerhebung wurden Teilzeitstellen zur besseren Vergleichbarkeit auf ein Pensum von 100 Prozent hochgerechnet.

Legende:
Monatlicher Bruttolohn nach Alter und Geschlecht: Medianlohn in Franken im privaten Sektor bfs

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    Erstaunlich, wieviele Leute den Unterschied zwischen Mittelwert und Medianwert nicht kennen. Dies führt zu Argumentations- und Schlussfolgerungsresultaten, die so nicht zutreffen. Etwas mehr Sorgfalt braucht es da schon.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    "Wunschdenken" - Teure Statistiken - Die Realität sieht anders aus!! Allein schon der Missstand bei den AHV-Renten, welche seit "etlichen Jahren" nicht mehr der "jährlichen Teuerung" angepasst wurden!!? Oder die Lohnfairness von Frau und Mann.....Nur nicht erwähnen und darüber sprechen...., ansonsten geht es doch vielen Schweizer BürgernInnen gut....Vor allem den sehr gut entlöhnten Bundesrat, ParlamentarierInnen, dem gesamten Verwaltungsapparat und Co...
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  • Kommentar von Remo Häuselmann (justanopinion)
    Ja, ja der Lohn ist ein Grund für viel Neid und Unzufriedenheit. Daneben gibt es aber auch etwa das zu denken gibt: Junge Menschen verdienen weniger als ältere (ist so bei uns Brauch und hat wohl auch seinen Grund). Jedoch frage ich mich, ob das auch sinnvoll ist. Gerade, wenn ein Paar eine Familie gründen will und das Geld brauchen könnte, gehören sie zu den Wenigverdienern. Andererseits, mit dem Alter, kommt der höchste Lohn und man braucht ihn nicht mehr so sehr.
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    1. Antwort von elize naude (elize)
      wir haben von Anfang an gelernt mit Geld umzugehen, hat bis heute eine "Not Batzen" Konto für unvorhergesehenes. wenn junge Doppelverdienern es nicht schafft, entrinnt ihnen auch das Mehreinkommen... die Problemen von vielen jungen paaren sind oft, das sie alles sofort haben wollen... überteuerte Leasing Verträge gehören zum "Normalität". Oft haben sie überhaupt kein Bezug zum Geld, geschweige noch eine budgetplan... im alter brauchen wir unsere eigene schwerverdientes Ersparnis... alles klar?
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