Sinkende Rohstoffpreise setzen Glencore zu

Der schweizerisch-britische Rohstoffkonzern Glencore weist für die Monate Januar bis Juni einen Reinverlust von 676 Millionen Dollar aus. Und auch alle anderen Kennzahlen haben sich innert Jahresfrist dramatisch verschlechtert. Schuld ist der Preiszerfall bei den Rohstoffen.

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Preiszerfall verhagelt Glencore das Ergebnis

0:17 min, aus Tagesschau am Mittag vom 19.8.2015

Im ersten Halbjahr 2014 schrieb Glencore noch einen Gewinn von 172 Milliarden Dollar. Heuer weist der Rohstoffkonzern für dieselbe Periode einen Reinverlust von 676 Millionen aus. Und auch der bereinigte operative Gewinn brach ein. Um rund 61 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar.

Grund dafür ist der Preiszerfall bei den Rohstoffen. Die Preise befinden sich aktuell auf einem Mehrjahrestief. Der Ölpreis etwa hat sich binnen eines Jahres mehr als halbiert. Der «S&P GSCI»-Index für Industriemetalle hat im gleichen Zeitraum gut 43 Prozent verloren, der Kohlepreis ging um knapp einen Drittel zurück.

Tiefere Investitionen und Förderquoten

Als Reaktion darauf hat Glencore seine Förderung – mit Ausnahme von Zink – auf breiter Front zurückgefahren. So wurde die Kohleförderung im ersten Halbjahr um 4 Prozent auf noch 68,7 Millionen Tonnen gekürzt. Die Kupferförderung sank laut einer Mitteilung des Konzerns um 3 Prozent auf knapp 730'900 Tonnen.

Der Preiszerfall bei den Rohstoffen hat auch dazu geführt, dass Glencore Abschreibungen von 792 Millionen Dollar auf sein Ölgeschäft im Tschad vornehmen musste. Belastend wirkte sich ausserdem die Einstellung des Betriebs bei der südafrikanischen Optimum Coal Mine aus.

Weitere Investitionskürzungen

Aufgrund der ungünstigen Marktbedingungen dreht der Konzern weiter an der Kostenschraube. Die Investitionen sollen 2015 noch einmal um knapp eine Milliarde auf noch 6 Milliarden Dollar gekürzt werden. Bereits im Februar hatte das Unternehmen seine Investitionen um mehr als eine Milliarde Dollar gekappt.

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