Swissmem fürchtet weitere wirtschaftsfeindliche Volksinitiativen

Die Schweizer Industrie spürt Rückenwind – 10 Prozent mehr Aufträge als im Vorjahr, eine gute Auslastung. Trotzdem ist sie unsicher, weil sie immer wieder wirtschaftsfeindliche Volksinitiativen abwehren muss.

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Swissmem-Präsident Hans Hess zu Volksinitiativen

5:59 min, vom 6.6.2014

Fast 10 Prozent mehr Umsatz, ein um 15 Prozent höherer Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr – die Swissmem-Mitglieder spüren im ersten Quartal Rückenwind. Zudem sei die Auslastung gut. «Ja, wir haben konjunkturellen Rückenwind», sagt Hans Hess, Präsident der Swissmem.

In den letzten Jahren seien die Rahmenbedingungen günstig gewesen, die Schweiz sei immer noch ein attraktiver Standort. Trotzdem sieht er die Schweizer Industrie zunehmend von Volksinitiativen bedroht, die wirtschaftliche Rahmenbedingungen verschlechtern. «Bei der 1:12- und der Mindestlohninitiative konnten wir dies abwenden. Bei der Masseneinwanderungsinitative nicht. Dort müssen wir um die bilateralen Verträge bangen.»

Stimmvolk als Unsicherheitsfaktor

Seine Industrie sei mit grosser Unsicherheit konfrontiert. Swissmem habe verstanden, dass das Schweizer Stimmvolk die Zuwanderung regulieren wolle. Und die Industrie sei bereit, ihren Beitrag zu leisten.

Seit einigen Wochen setze sie Massnahmen um, etwa «das einheimische Potenzial besser zu nutzen, Junge, Frauen und Ältere.» Er erwarte dies von anderen Branchen aber auch, denn «einige holen viel mehr ausländische Arbeitskräfte herein als die Maschinenindustrie.»