Konzernchef von Nestlé Wer ist der neue Mann an der Spitze?

Mark Schneider heisst der neue Konzernchef von Nestlé. Anfang Jahr hat er die Leitung übernommen, soll den Konzern zum Wachsen bringen. Am Ziel ist er noch lange nicht. Doch in der Vergangenheit hat Schneider schier Wunder bewirkt. Darauf setzt man auch bei Nestlé.

Video ««Herr Schneider, haben Sie keine Makel?»» abspielen

«Herr Schneider, haben Sie keine Makel?»

1:40 min, vom 16.2.2017

Mark Schneider, Nestléchef

Der 51-Jährige übernahm auf Anfang Jahr die Führung des Nestlé-Konzerns.

Ulf Mark Schneider an der Medienkonferenz 16.2.2017

Bildlegende: Keystone

Der Doppelbürger
Der Deutsche besitzt auch den US-amerikanischen Pass.

Ein US-amerikanischer Pass, in der Hand gehalten.

Bildlegende: Keystone

Der Studierte

An der Universität St. Gallen studierte Schneider Wirtschaftswissenschaften, an der Harvard Business School machte er einen Master of Business-Administration (MBA) .

Die Bibliothek der HSG.

Bildlegende: Keystone

Der Erfolgreiche

Für Furore sorgte Schneider als Chef des Gesundheitskonzerns Fresenius. Innert dreizehn Jahren wuchs der Umsatz von sieben auf fast 28 Milliarden Euro – entsprechend freuten sich die Aktionäre über die stetig steigenden Dividenden. 2012 kürte das «Handelsblatt» ihn zum «Manager des Jahres».

Fresenius-Fahnen vor dem Konzernsitz in Homburg.

Bildlegende: Keystone

Der Gesunde

Man weiss wenig Privates über Schneider, nur, dass er beispielsweise Leistungssport betreibt. Vor allem turnte er gekonnt im Gesundheitsgeschäft: Sein früherer Konzern Fresenius ist weltweit führender Hersteller beispielsweise von Dialyse-Geräten. Hier kontrolliert ein Mitarbeiter Blutpumpen.

Kontrolle von Blutpumpen von Fresenius im sachsischen Stollberg.

Bildlegende: Keystone

Das Neue

Gesundheit will sich auch Nestlé auf die Fahne schreiben. Schneider soll das Gesundheitsgeschäft ausbauen. Zum Beispiel mit Spezialnahrung für alte oder kranke Menschen. Ebenfalls denkbar wäre, andere Firmen zuzukaufen. Doch auch seine Schoggiseite will Nestlé behalten.

Schokoladenprodukte von Néstlé

Bildlegende: Keystone

Das Ziel

Konsumenten rümpfen über Fertigprodukte oder Schoggi die Nase, die Schwellenländer wachsen nicht wie erwartet. So wächst Nestlé statt wie früher bis zu sieben Prozent nur noch rund drei. Bis 2020 sollen es wieder rund fünf Prozent sein. Strampeln wie die Person auf dem Rennvelo im Gesundheits-Versuchlabor des Konzerns ist angesagt.

Néstlé testet den Kalorienverbrauch.

Bildlegende: Keystone

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Der grossgewachsene, unprätentiös wirkende Ulf Mark Schneider bleibt auch bei seinen Antworten stets kontrolliert, nüchtern und distanziert. Polemik scheint nicht sein Ding zu sein.

    Ulf Mark Schneider – der Neue an der Spitze von Nestlé

    Aus Rendez-vous vom 16.2.2017

    Die Wirtschaftselite habe viel Vertrauen verspielt, war nach dem Volks-Nein zu USR III zu hören; ein Grund für den Vertrauensverlust seien die vielen ausländischen Firmenchefs in Schweizer Grosskonzernen.

    Auch der neue Nestlé-Konzernchef Ulf Mark Schneider gehört zu ihnen; er hat einen deutschen und einen US-Pass.

    Maren Peters