«Eine Ahnung vom Anfang» von Norbert Gstrein

Der österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein begibt sich in seinem aktuellen Roman «Eine Ahnung vom Anfang» auf die Spurensuche nach der Brüchigkeit von Erinnerungen, nach dem Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit und der Kraft der geistigen Verführung.

Norbert Gstrein.
Bildlegende: Norbert Gstrein. Peter-Andreas Hassiepen

Ein Lehrer entdeckt in einer Zeitung das Foto eines mutmasslichen Terroristen, der verdächtigt wird, im Bahnhof seines Tiroler Heimatstädtchens eine Bombe mit der Aufschrift «Kehret um!» gelegt zu haben. Er glaubt, in ihm einen ehemaligen Schüler zu erkennen, mit dem er vor etlichen Jahren viel Zeit verbracht hat. Der Lehrer begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit und damit auf die Suche nach einem Anfang, als alles noch möglich schien. Rückwirkend stellt er sich die Fragen seines Lebens: nach dem Verhältnis zu seinem Schüler Daniel, nach Schuld und Verantwortung fürs eigene Handeln und nach dem Verlust der Unschuld. Norbert Gstrein im Gespräch mit Nicola Steiner.

Buchhinweis:
Norbert Gstrein. Eine Ahnung vom Anfang. Hanser, 2013.

Autor/in: Nicola Steiner