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Fünfmalklug Wie viel kifft die Schweiz?

30 Prozent der Schweizer ab fünfzehn Jahre haben schon einmal gekifft – in der EU sind es gerade einmal 22 Prozent. Doch flächendeckend berauschen sich die Eidgenossen keineswegs. Es gibt regionale und andere Unterschiede.

Ein Mann zündet sich einen Joint an.
Legende: Je älter, desto weniger: 9 von hundert Schweizern zwischen 15 und 24 Jahren kiffen mindestens einmal im Monat; bei den 25-34-Jährigen noch 6. Keystone

Wie viel gekifft wird, ist in der Schweiz unterschiedlich: Männer greifen häufiger zum Joint als Frauen. Und laut einer Erhebung im Jahr 2012, Link öffnet in einem neuen Fenster ist Cannabis vor allem in der Westschweiz populär: Knapp 4 von 100 Einwohnern haben im Durchschnitt mindestens einmal im Leben an einem Joint gezogen. Bei den Deutschsprachigen sind es 3 und im Tessin nur 1,5 Prozent.

Die Dunstwolke konzentriert sich etwas stärker in den Zentren. Statistisch konsumieren fast 7 Städter mindestens einmal pro Monat Cannabis; bei der Landbevölkerung sind es etwa 6. Der «Vorsprung» könnte künftig noch steigen. Eine Arbeitsgruppe aus Basel, Bern, Genf und Zürich arbeitet an einem Konzeptvorschlag, der Kiffen in bestimmten Klubs erlauben würde.

In Zukunft dürfte ohnehin mehr Cannabis konsumiert werden – wenn auch nicht zum Vergnügen. In Deutschland beispielsweise dürfen kranke Menschen die Pflanze seit kurzem selbst anpflanzen. Auch in der Schweiz wird der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) eingesetzt, um Schmerzen zu lindern. Allerdings sind nur Tinkturen mit bestimmter Dosierung zugelassen, kein berauschendes Kraut.

Was kostet Cannabis?

Zu sehen ist die getrocknete Blüte, Marijuana.
Legende: Colourbox

Der Preis für 1 Gramm Cannabis beträgt in der Schweiz aktuell circa 12 Franken, ein Joint kostet ungefähr 6-8 Franken. Der THC-Gehalt beträgt in der Schweiz durchschnittlich 10 Prozent. Beim medizinischen Einsatz kostet die Maximaldosis des rezeptpflichtigen Behandlungssprays pro Tag 22 Franken. Die Wirkung ist etwa dieselbe wie von 2-3 Joints.

3 Kommentare

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  • Kommentar von albi Hofmann, bümpliz
    Leider kann nicht jeder Kranke nun in DE Cannabis anbauen: man muss alle anderen Medikamente ausprobiert haben ( austherapiert ) und die Kosten für Cannabishaltige Medikamente müssen zu hoch sein. Wo kämen denn sonst die armen Pharmabetriebe hin wenn jeder seine eigene Medizin anbauen könnte.
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  • Kommentar von benjamin stucki, bümpliz
    Hier noch der entsprechende link zum Entscheid des BAG http://www.limmattalerzeitung.ch/schweiz/cannabis-in-schweizer-staedten-bundesamt-fuer-gesundheit-winkt-ab-128152882
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  • Kommentar von benjamin stucki, bümpliz
    Da habt ihr was falsch verstanden wenn ihr schreibt, dass in DE jetzt alle Kranken anbauen dürfen. Richtig ist: man muss virher Alle Andern Medikamente ausprobiert haben (austherapiert) und die Kosten für Cannabishaltige Medis müssen zu hoch sein. Denkt doch bitte mal an die arme Pharma-Branche. Wo kämen die hin wenn jeder seine eigene Medizin anbauen könnte.Zudem hat das BAG im Bezug auf Canabis-Clubs bereits "abgewunken"...nun denn- Ich kiffe weiterhin ;-)
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