Autor Thomas Meyer: "Fromme Menschen sind humorlos"

Mit seinem Roman über einen jungen Juden landete der Zürcher Schriftsteller Thomas Meyer einen Überraschungserfolg. Im Gespräch erzählt der 38jährige, wie viel von ihm selbst in der Geschichte seines Protagonisten steckt und was Humor und Religion miteinander zu tun haben.

Thomas Meyer liest an der Buch Basel aus seinem Buch «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» vor.
Bildlegende: Thomas Meyer liest an der Buch Basel aus seinem Buch «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» vor. Keystone

Mit viel Witz und Ironie erzählt Meyer in «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» den Lebens- und Leidensweg des jüdischen Studenten Motti Wolkenbruch aus Zürich-Wiedikon. Das Feuilleton war entzückt, es folgte die Nomination für den Schweizer Buchpreis.

Sich selbstkritisch mit seinem Glauben auseinanderzusetzen hat sich der frühere Journalist und heutige Texter und Künstler Thomas Meyer zur Aufgabe gemacht und er scheut sich auch nicht, den Nahost-Konflikt öffentlich als «idiotisch» zu bezeichnen.

In welchen Momenten er ungern Jude ist, woher er seinen Kampfgeist hat und warum es ihn traurig stimmt, dass sein kleiner Sohn wegen seiner nicht-jüdischen Mama eben kein Jude ist, das erzählt Thomas Meyer im Gespräch mit Anna Maier.

Moderation: Anna Maier, Redaktion: Anna Maier