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IPA-Biere im Test: Von «Fruchtbombe» bis «Butterkeks»
Aus Kassensturz vom 24.08.2021.
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«Kassensturz»-Degustation IPA-Biere im Test: Von «Fruchtbombe» bis «Butterkeks»

«Kassensturz» hat neun IPA-Biere von geschulten Gaumen degustieren lassen. Ein Bier fällt durch.

Hefe, Malz, Wasser – und viel Hopfen. Mehr braucht es nicht für eines der beliebtesten Craft-Biere der Schweiz: Das «Indian Pale Ale», kurz IPA. Erst mit der zusätzlichen Zugabe von Hopfen, dem sogenannten «Hopfen-Stopfen», wird das Bier zum IPA.  Ein klassisches IPA hat denn auch «ein schönes Hopfenaroma, Bitterkeit – und mehr Komplexität als ein Lagerbier», sagt Diplom-Biersommelier Gregor Völkening.

«Kassensturz» lässt neun IPA-Biere – die meistverkauften plus lokale Marken mit überregionaler Ausstrahlung – in einer Blind-Degustation testen. Von fünf Expertinnen und Experten: zwei diplomierte Biersommelièren, ein Lebensmittel-Technologe, ein Braumeister und ein Ex-Mitglied der Nationalmannschaft der Bier-Sommeliers. Die Jury prüft das Bier auf Geruch, Aroma, Struktur, Aussehen, Geschmack und Abgang.

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Was verstehen Experten und Expertinnen unter einem guten IPA-Bier?
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Test-Verlierer: «Aufdringlich süss»

Bei einem Bier urteilt die Jury in der Blind-Degustation geschlossen: Es erfüllt die Kriterien für ein IPA nicht. So fehlten Ecken und Kanten, zudem sei es viel zu klar. Das Feldschlösschen Roniger India Pale Ale wird daher am schlechtesten bewertet. Die Jury gibt ihm die Gesamtnote 3,7 – ungenügend.

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Madlaina Galli, Diplom Bier-Sommelière: «Dieses Bier ist sehr butterig.»
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Madlaina Galli, Diplom-Biersommelière: «Das Bier hat bei mir nicht gut abgeschnitten, es schmeckt fast wie ein Butterkeks, ist aufdringlich süss.» 

Herstellerin Feldschlösschen schreibt «Kassensturz»: «Bisher hat sich gezeigt, dass das IPA den Konsumentinnen und Konsumenten gut schmeckt. Selbstverständlich nehmen wir jedoch das Resultat der Jury ernst und werden bei kommenden Degustationen ein besonderes Augenmerk auf die Ergebnisse des IPA-Bieres werfen.»

Test-Gewinner aus Lausanne und Winterthur

Als genügend bewertet die Jury das Lidl Imperial IPA, das Appenzeller Birra India Pale Ale, von der Officina della Birra aus dem Tessin das Innah IPA und von der Bier-Factory Rapperswil aus Jona das OH IPA: Sie erhalten Gesamtnoten zwischen 4,1 und 4,4.

Ebenfalls genügend, aber positiver bewertet: Das schottische Brewdog Punk IPA und das IPA der Basler Brauerei Unser Bier – sie schneiden mit je 4,6 recht gut ab.

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Gregor Völkening, Diplom Bier-Sommelier: «Das Docteur Gab’s IPA ist ein angenehmes Bier, das auch eine gewisse Dominanz hat.»
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Noch besser bewertete die Jury nur Docteur Gab’s Ipanema IPA aus Lausanne und das Doppelleu India Pale Ale aus Winterthur. Die beiden schneiden mit je 4,7 am besten ab. Beide Biere wurden von der Jury als sehr fruchtig und sehr angenehm im Geschmack wahrgenommen. So sagt Marcelo Oheninger, Braumeister bei Soorser Bier, zum Doppelleu IPA: «Eine Fruchtbombe – das ist genau das, was ich suche, wenn ich ein IPA trinke.»

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«Eine Fruchtbombe.» Marcelo Oehninger, Braumeister Soorser Bier hat das Doppelleu-IPA am besten geschmeckt.
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Kassensturz, 24.08.21, 21:05 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Widmer  (pinkpoet)
    Ehrlich, Bier testen im Kassensturz? - Sorry, aber wo der Gaumen des Menschen mitspielt, hat doch Kassensturz nichts zu suchen! Jeder Mensch ein Univesum...jedes Bier ebenso...
    Geschmackssachen haben doch nix mit Qualität zu tun.
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  • Kommentar von Daniel Jungblut  (DaYoungblood)
    Der reine Fokus auf einen möglichst hohen IBU erscheint mir als eher "normalem" Biertrinker nur als eine Lifestyle- oder Modeerescheinung. Bin ich jetzt ein schlechterer Mensch weil mir das am wenigsten bittere Bitterwasser noch am besten schmeckt (Feldschlösschen)? Ich tue mich schwer mit vorgeblich "objektiven" Punktebewertungen bei Tastings, egal ob Win, Whisky, oder Bier. Persönlich finde ich Kreis- oder Spider-Diagramme viel aussagekräftiger.
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  • Kommentar von Benno Hauser  (Bhousi)
    Beim Ipanema von Dr. Gabs zeigt ihr die Dosen, in der Liste und im Beitrag wird aber der Flaschenpreis angegeben (Preis pro 33cl wäre deutlich tiefer).

    Ob für die Degustation jetzt Dose oder Flasche besser ist, ist eine andere Frage;)
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    1. Antwort von Redaktion Kassensturz Espresso (SRF)
      @Benno Hauser. Hallo Herr Hauser. Danke für Ihr Feedback! «Kassensturz» hatte Flaschen zum angegebenen Preis gekauft, für die Degustation haben wir uns aber für Dosen entschieden. Es gilt aber für alle Biere, dass die Preise von Kaufort und Menge abhängen.