Postfinance: «Umgehungs-Lösung» soll Pannen vermeiden

Zum dritten Mal innert kurzer Zeit war die Online-Banking-Plattform von Postfinance von einer Störung betroffen. Nun verspricht das Unternehmen, das Problem sei vorübergehend gelöst.

Mann am Laptop mit Postfinance-Seite offen.

Bildlegende: Das Portal war für Kunden erneut nicht erreichbar. Keystone

Es war bereits die zweite Panne diese Woche und die dritte seit Anfang Jahr: Am Mittwoch war die Online-Banking-Plattform von Postfinance vorübergehend nicht erreichbar. «Der Grund war, dass vorübergehend der Zugriff auf die Datenbank einer zentralen IT-Komponente nicht funktioniert hat», teilte das Unternehmen mit.

«Da flucht man zuerst mal»

Dass die Pannen wenig vertrauenserweckend sind, weiss auch Postfinance-Sprecher Reto Kormann: «Wenn man auf eine Online-Dienstleistung angewiesen ist und diese nicht funktioniert, flucht man zuerst mal.» Vertrauen in die Postfinance sei jedoch weiterhin gerechtfertigt: «Daten oder gar Gelder von Kunden waren von den Störungen nicht betroffen.»

Dennoch spüre man den Ärger der Kunden, sagt Reto Kormann weiter: «Zwar nicht in Form von Kündigungen, aber unsere Kunden verschaffen sich natürlich Luft in unserem Kundencenter oder über Social-Media-Kanäle, wo der Ärger in Spott und Häme übergeht.»

Instabilität wegen zu hoher Auslastung

Ein Problem der Online-Banking-Plattform: Ab einer gewissen Anzahl eingeloggter Kunden war das System nicht mehr stabil. Eingeloggte Kunden wurden ausgeloggt – das Login war nicht mehr möglich. «Dafür haben wir nun aber eine Umgehungs-Lösung gefunden», sagt Reto Kormann. Diese soll die Instabilität ausgleichen.

Die Umgehungs-Lösung funktioniere, sei aber nicht die definitive Lösung. Man suche weiter nach dem Grund für die wiederkehrenden Pannen.

Sendung zu diesem Artikel