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Services Dünger: Tipps vom Gartenexperten

Welcher Dünger bringt Pflanzen zum erblühen? Und wann dünge ich am besten? Die Antworten und weitere wissenswerte Informationen dazu hat Gartenprofi Josef Poffet vom Branchenverband Jardin Suisse für Sie zusammengestellt.

Eine Frau giesst lächelnd einen Topf mit roten Blumen.
Legende: Dünger ist für die Pflanzen wichtig und lässt sie besonders erstrahlen. Colourbox

Josef Poffet ist beim Unternehmerverband der Gärtner Schweiz «Jardin Suisse» tätig und kennst sich mit der Pflege von Pflanzen bestens aus. Der Gartenprofi hat speziell für Hobbygärtner einige wichtige Tipps rund um das Thema Dünger zusammengefasst:

Warum brauchen Pflanzen Phosphor?

Dieser Stoff ist wichtig für den Energiestoffwechsel der Pflanze. Er ist Energieüberträger beim Aufbau von Zucker, Zellulose und Eiweiss.

Hat eine Pflanze zu wenig Phosphor, dann zeigt sich dies oft durch:

  • schlechtes Wachstum
  • matte, dunkelgrün-blaue Blätter
  • rot-violette Stengel und Blattunterseite
  • schlechten Blütenansatz
  • relativ schlechte Wurzelbildung

Worauf gilt es beim Düngerkauf zu achten?

Laut Josef Poffet sollte ein Haushaltsdünger alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Dies sind:

  • Stickstoff (N)
  • Phosphor (P)
  • Kalium (K)
  • Magnesium (MG)

Flüssigdünger und viele Spezialdünger für Blumen und Gemüse enthalten zudem wichtige Spurenelemente wie Eisen.

Wer Kartenkompost verwendet, der sollten einen phosphorarmen oder gar phosphorfreien Dünger kaufen, da Kompost von Natur aus schon viel wertvollen Phosphor enthält.

Der richtige Zeitpunkt:

  • Im Gemüsegarten: Den Dünger vor dem Pflanzen oberflächlich gut einarbeiten
  • Bei Blumenkisten: Nach dem Einpflanzen Düngerkugeln einbringen oder mit 1 – 2 Mal pro Woche Flüssigdünger verwenden (beim Giessen).
  • Bei grosser Hitze sollte man nicht düngen.
  • Die grösste Nährstoffmenge wird während der Wachstumsphase gebraucht, damit viele Blätter und Blüten entstehen. Danach ist nur eine Erhaltungsdüngung (circa 1 Mal pro Woche) nötig.

Wieviel Dünger soll es sein?

Das hängt laut dem Gartenexperten vom Zustand des Bodens und von den Bedürfnissen der Pflanze ab. Auf jeden Fall sollte auf die Packungsbeilage geachtet werden. Die notwendige Menge sollte man abwiegen, denn wer direkt mit dem Düngersack düngt, der gibt meist zu viel dazu.

Ist Kompost wirksam?

Bei richtiger Kompostierung enthalten die Grünabfälle wertvolle Nährstoffe. Der Kompost sollte als Bodenverbesserer und Nährstofflieferant gezielt eingesetzt werden. Damit der Gartenboden nicht zu viel Phosphat aufweist, sollte pro m2 und Jahr aber nicht mehr als 3 bis 5 Liter ausgebracht werden. Für eine ausgewogene Ernährung der Pflanzen sollte allenfalls zusätzlich ein Volldünger oder Hornflocken und / oder Patentkali gestreut werden. Für ein optimales Resultat ist aber eine Bodenanalyse notwendig.

Weitere Tipps und detaillierte Informationen, zusammengestellt von JardinSuisse, finden Sie in der Servicebox «Merkblätter».

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