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«Espresso Aha!» Aus der Steckdose kommt kein reiner Ökostrom

Was kommt aus der Steckdose, wenn man bei seinem Stromanbieter extra zahlt für «Ökostrom»? Auf jeden Fall kein reiner Ökostrom. Aber: Indem man mehr zahlt, unterstützt man indirekt Projekte, mit denen erneuerbare Energie gewonnen werden.

Legende: Audio «Aus der Steckdose kommt kein reiner Ökostrom» abspielen. Laufzeit 3:34 Minuten.
3:34 min, aus Espresso vom 14.09.2015.

«Bekomme ich anderen Strom als meine Nachbarn, die nicht für Ökostrom zahlen?» Diese Frage schickte Donat Hold aus Wohlen (AG) an «Espresso Aha!»
Die Antwort: Nein, er bekommt keinen anderen Strom.

Atomstrom immer dabei

«Der Strom, den wir liefern ist ein Strommix», erklärt Philipp Domenic, Geschäftsführer des Energieversorgers von Wohlen, der IBW. Der grösste Teil im Mix sei Atomstrom.

Und: «Da die IBW an der Strombörse Strom bezieht, weiss man bei 88 Prozent des Stroms nicht, woher er stammt.» Die restlichen 12 Prozent würden allerdings aus erneuerbaren Energien gewonnen.

Das Geld, das Donat Hold extra bezahlt, wird indirekt in Projekte investiert, die erneuerbare Energien fördern.

So können zum Beispiel neue Windanlagen gebaut werden, so Domenic. «Je mehr Ökostromkunden es gibt, desto mehr neue Anlagen kann man bauen.» Das Elektrizitätswerk muss genausoviel Ökostrom einkaufen, wie es ihren Kunden verkauft.

Alles unter elektronischer Kontrolle

Laut einer Umfrage des Bundesamts für Energie hat 2013 jeder fünfte Haushalt extra bezahlt für Ökostrom. Regelmässig kontrolliert das BFE, dass die Stromanbieter nicht mehr Ökostrom verkaufen, als es gibt.

Bei jeder Kilowattstunde Strom, die in der Schweiz produziert wird, gibt es einen Herkunftsnachweis. Der wird elektronisch registriert. «Sobald man dem Kunden den Strom liefert, wird der entsprechende Herkunftsnachweis im System gekennzeichnet», sagt Beat Goldstein vom BFE.

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