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«Espresso Aha!» Wer wählt die Musik auf Radio SRF 1?

Ein Radiohörer will von «Espresso Aha!» wissen, wer über das Musikprogramm im Radio entscheidet. Ihm ist aufgefallen, dass gewisse Titel mehrmals täglich gespielt werden und einige Künstler sowohl auf SRF 1 als auch auf SRF 3. Nimmt hier die Musikindustrie Einfluss?

Legende: Audio «Aha!»: Wer die Musik auf Radio SRF 1 auswählt abspielen.
4:47 min, aus Espresso vom 17.03.2014.

Bei Radio SRF liegt im Rock- und Pop-Bereich die Musikauswahl in den Händen der Fachredaktion Musik. Diese Spezialisten treffen sich wöchentlich am sogenannten Playlist-Meeting und besprechen neue Songs wie auch das Repertoire des jeweiligen Programms.

Danach wird mittels einer Datenbank ein erster Vorschlag für den Musik-Mix der Woche erstellt, der von den Musik-Redaktoren tagesaktuell redigiert wird.

Unterschiedliche Töne auf SRF 1 und SRF 3

«Bei Radio SRF 1 liegt der Schwerpunkt der Musikprogrammierung auf einem breiten Stilmix und einer grossen Sprachenvielfalt», erklärt Michael Schuler, Leiter der Fachredaktion Musik, im Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF1.

Die Musik auf SRF 3 dagegen umfasst mehr neuere Songs und weist mehr Ecken und Kanten auf, aber auch jüngere und teilweise noch unbekanntere Titel und Künstler.

Warum ein Titel mehrmals täglich läuft

Gerade wenn Titel mehrmals täglich laufen, fragen sich einige SRF-1-Hörerinnen und -Hörer wie Willi Schumacher aus Luzern, ob hier die Musikindustrie oder der Künstler mitmischt. Fliesst dafür vielleicht sogar Geld?

Michael Schuler sagt: «Es fliesst Geld, aber in die andere Richtung.» SRF bezahle für jeden gespielten Titel eine Abgeltung. Die Fachredaktion Musik stehe zwar in ständigem Kontakt mit der Musikindustrie. Die Programmierung erfolge aber unabhängig.

Züri West auf SRF 1 und SRF 3

Die Musik einiger Künstler ist sowohl auf SRF 1 und SRF 3 zu hören – beispielsweise Züri West. Einzelne Titel habe er auf SRF 3 aber noch nie gehört, stellt «Espresso»-Hörer Willi Schumacher fest.

Am Beispiel von Züri West erklärt Michael Schuler, dass die grossen Klassiker der Berner Mundart-Band inzwischen vor allem auf SRF 1 gespielt würden. Die neueren Songs und besonders kantige und rockige Nummern dagegen auf SRF 3. Generell würden nur wenige Titel sowohl auf SRF 1 als auch auf SRF 3 gespielt.

«Espresso Aha!»

«Espresso Aha!»

Jeden Montag beantwortet «Espresso» in der Rubrik «Aha!» eine Frage aus dem Publikum. Haben auch Sie eine? Stellen Sie sie!

12 Kommentare

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  • Kommentar von Mike Brunner, Lachen
    Service PUBLIC könnte man ja mal wörtlich nehmen und mehr auf die Hörer hören. Ein gutes Beispiel war z.b. JRZ, wo die Hörer Titel wählen oder spenden konnten, ganz andere Töne als sonst. Wunschkonzert aber modern und ohne Wünsche, einfach nur gute Musik für einige Stunden, über Internet wäre das ja sehr einfach und günstig umzusetzen. Thementage oder Abende wären andere Ideen. Und bitte generell, weniger Gschnörr und dafür etwas mehr Musik bitte.
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    1. Antwort von waltter krieg, 2555 brügg
      Die musikauswahl von sämi studer ist eine Katastrophe,ich habe es satt immer nur das getudel aus der innerschweiz zu hören. sämi hat keine Ahnung von guter Volksmusik aus den anderen Landesteilen.Es ist ein Jammer und untragbar.Es sollte in der Musikwelle Musik gemacht werden und nicht so viel geredet,das ohnehin niemand interessiert
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  • Kommentar von A. Näpflin, Sirnach
    Die Plattenfirmen legen den kostenlos belieferten Musiktiteln auch Give Aways bei, damit sie die Aufmerksamkeit der jeweiligen Musikredaktionen erhalten. Auch werden kostenlos CDs für Verlosungen angeboten oder Kooperationen beim Release von "wichtigen" Künstlern mit den Sendern vereinbart, was auch zur Beeinflussung des Musikprogramms herführt. Hinzu kommt, das auch z.b. Schweizer Künstler und Musiker teilweise in den Musikredaktionen selber sitzen und so Einfluss nehmen bzw. genommen haben.
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  • Kommentar von Edgar Steigmeier, Hedingen
    Zur Häufigkeit der Musik-Sendungen: Mit etwa 30% Wahrscheinlichkeit werden in den letzten 10 Minuten vor den Mittags-oder Abend-Nachrichten französische Chansons gesendet. 'Man kann sich drauf verlassen, wenn 'der Franzose singt', dann folgen die Nachrichten'. Kaum zu glauben, aber wahr! Möchte man mit der 'Frankophonie' das Welt-Image von SRF1 steigern. Warum jedoch ist Französich derart viel häufiger als z.B. Italienisch? Ist doch auch schön?
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