Zum Inhalt springen

Kassensturz-Tests Drucker im Test: Manche sind wahre Tintenschleudern

Sie können viel und kosten wenig: Multifunktionsdrucker. Doch wie gut erledigen die Alleskönner ihre Aufgaben? «Kassensturz» zeigt, ob Tintenstrahl- oder Lasergeräte besser sind, und rechnet nach: Manche Drucker sind wahre Tintenschleudern und verursachen hohe Kosten für Ersatzpatronen und Toner.

Legende: Video «Drucker im Test: Manche sind wahre Tintenschleudern» abspielen. Laufzeit 6:56 Minuten.
Aus Kassensturz vom 20.01.2015.

Die Qualität der Multifunktionsdrucker, die«Kassensturz» zusammen mit «Saldo» testen liess, stimmt, so das Urteil des Labors. Testleiter Wolfgang Herter: «Die Druckqualität stimmt bei allen Druckern im Test». Von blossem Auge sind nur bei den Fotos Unterschiede zwischen den Laserdruckern und Tintenstrahlern auszumachen. Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten drucken die Tintenstrahler auch auf Hochglanz-Fotopapier. «So fallen die Fotos aus dem Laserdrucker immer etwas matt aus», sagt Herter.

Tinte verschmiert

Unterschiede beim Ausdrucken von Text werden erst unter dem Mikroskop sichtbar. Während Laser scharfe Kanten drucken, fransen die Kanten der Buchstaben bei den Tintenstrahlern aus. Zudem verträgt sich die Tinte schlecht mit Feuchtigkeit. Wer Text ausdruckt um danach Passagen mit einem Marker hervorzuheben, der sollte sich einen Laserdrucker kaufen.

Fünfmal teurer

Gross hingegen sind die Unterschiede bei den Druckkosten. Während manche Patronen mehr als tausend Blätter drucken, schaffen andere keine 200 Blatt. Bei den Tintenstrahlgeräten sind die Unterschiede besonders deutlich. Der Canon Pixma MG 7550 druckt mit einer Patronenfüllung gut 1000 Seiten Text. Der HP Envy 4504 hingegen kommt nur auf 160 Blatt. Was dieses Resultat für die Druckkosten bedeutet, zeigen die Berechnungen: Beim Canon kosten 100 Seiten Text 1.80 Franken. Beim HP steigt der Preis um das Fünffache: Hier muss man für 100 Seiten 9.90 Franken hinblättern.

Laut Testleiter Wolfgang Herter zeigt sich ein deutlicher Trend: «Je günstiger der Drucker, desto teurer das Verbrauchsmaterial.» Wer also bereit ist, für das Gerät etwas mehr Geld auszugeben, der kann dafür bei den Betriebskosten sparen.

Scan-Qualität überzeugt nicht

Durchwegs schwach waren die Resultate beim Scan-Test. Denn alle Geräte scannen mit mit einer Technologie die Contact Image Senso oder abgekürzt CIS heisst. Sie arbeitet mit LED und verbraucht deshalb nur wenig Strom. Zudem scannt sie schnell. Die Tiefenschärfe ist aber ungenügend. Liegt das Blatt nicht schön auf, wird die Schrift unscharf. Die Doppelseite eines Buches lässt sich mit dieser Technologie nicht scharf scannen.

Ganz wichtig vor dem Druckerkauf: Wissen, wozu man ihn braucht. Ein Multifunktionsdrucker kann zwar alles, aber nicht alles gleich gut.

So funktioniert der Seitenzähler-Reset beim Brother-Drucker

Die Testresultate im Überblick

46 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Y Plüss, Oensingen
    Komme bei der Benotung nicht draus: Laut Grafik ist der Brother bei den Laserdruckern der billigste (pro 100 Seiten) im Testresultat (pdf) hat er aber nur Note 5.2 (für 2.9/100p) und der Samsung C1860 FW hat Note 5.5 (für 4.6/100p).... Ist da irgendwie ein Bock drin?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Boulekma-Martinelli Rita, 1022 Chavannes VD
    Canon Pixma MG7550 gekauft. Ich habe eine schöne Uberraschung gehabt, denn zurzeit brauche ich dieser Drucker viel : ich wollte nur mit schwarzer Farbe kopieren aber die andernen Farben werden auch gleichzeitig verbraucht. Habe mit Canon telefoniert. Die haben mir gesagt dass wenn man nur schwarzer Patrone drucken will werden die anderen Farben auch aufgebraucht !!! Für weitere Auskünfte, können Sie mich auf Tel. 021/691 61 76 morgens erreichen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von JOEL VONARB, 4500 Solothurn
      Canon per Tel.praktisch nicht zu erreichen.Der Trick ist, dass die Patronen auf einem Flies gelagert werden bei Nichtgebrauch.Dieses entziehnt den Patronen laufend Tinte.Also wenn der Drucker nicht benötigt wird(Ferien)nach einem MOnat sind die Patronen leer.Canon behauptet sie würden ausgrocknen,ist aber eine Lüge da abgesaugt wird.Dies führt dann zu Fehler P7=ink pad full und blockiert ihren Drucker.CANON WEIGERT SICH DEN RESETCODE AN VERBRAUCHER ZU GEBEN,AUCH BEI ALTEN DRUCKERN.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von jens egger, rapperswil
      Man wünscht sich ja perfekten Druck. Würden Patronen trocken gelagert bis zum Neudruck (unter Umständen Tage, Wochen) würden diese z.T. eintrocknen und der Druck wäre, zu mindest zu Beginn, sehr schlecht, ev. wären so Druckpatronen sogar unbrauchbar. Rate daher: Bei sehr grossem Druck-/Scanvolumen die restlichen, andersfarbigen Patronen heraus zu nehmen. - Mein uralter Pixma-Drucker (ca.8J) druckt noch immer tadellos. Jetzt ausgewechselt gg. 7750 da neues Betriebssystem. Bin sehr zufrieden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Felix Hofer, Schmerikon
      Mein Canon Pixma Drucker war nach ca. einem halben Jahr Nichtgebrauch hinüber. Fehler: "... inkompatibler Druckkopf ...". Aus "Sicherheitsgründen" wurde gerade der gesamte Drucker deaktiviert - inkl. Scan-Funktion!!! Und der Druckkopfersatz des ORIGINALEN Druckkopfes kommt laut Canon-Support teurer, als einen neuen Drucker zu kaufen...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Felix Hofer, Schmerikon
      P.S. Bei meinem Canon-Drucker konnte man trotz "leeren" Patronen weiterdrucken, man musste dies nur einmal am Drucker freischalten - mit möglichem Garantieverlust wegen allfälliger Beschädigungen am Drucker durch Drucken mit leeren Tintenpatronen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christiane Bonamigo, Luxemburg
    Besitze OKI C3300. 4 Patronen. Mein neues Laptop w 8.1. zeigt an "Patrone leer" aber welche nicht. der MAC OSX zeigt es auch nicht an. Mein älterer PC konnte das noch, so wusste ich welche Patrone zu ersetzen war. Der Hersteller gibt keine Lösung. Wer kennt sich in dieser Problematik aus. Gibt es eine Lösung? Danke
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Michael Przewrocki, Basel
      Es gibt sog. chipresetter auf ebay-um 15 chf. bitte googeln. verhindern dass drucker vorzeitig stoppt und leer anzeigt obwohl noch 1/3 drin ist oder mehr..
      Ablehnen den Kommentar ablehnen