Elektrogrills im Test: Besser als ihr Ruf

Sie werden oft belächelt, sind aber gar nicht so übel: Auch mit Elektrogills kriegt man nämlich eine aromatische Kruste hin, und sie haben erst noch Vorteile. Das hat «Stiftung Warentest» beim Test von 16 elektrischen Kontakt- und Flächengrills festgestellt. Die Hälfte der Geräte schneidet gut ab.

Ein elektrischer Flächen- und ein elektrischer Kontaktgrill.

Bildlegende: Die zwei Testsieger: Rommelsbacher BBQ 2002 und Tefal Optigrill GC702D. Rommelsbacher/Tefal

Der Elektrogrill hat es nicht leicht: Viele eingefleischte Grillfans überhäufen ihn mit Vorurteilen. So heisst es etwa, er sei unromantisch, mickrig und lau. Doch der aktuelle Test des deutschen Konsumentenmagazins «Stiftung Warentest» zeigt: Viele Elektrogrills entwickeln durchaus eine respektable Hitze, sodass eine schöne Fleischkruste gebildet wird. Ausserdem bildet sich kaum Rauch, was den empfindlichen Nachbarn freut.

Und: Einige Modelle garen sehr schnell. Im Test vergingen vom Einschalten bis zum Servieren der Steaks nur 7 bis 15 Minuten.

Die Tester verglichen neun Kontaktgrills, die gleichzeitig von oben und unten heizen und sieben Flächengrills, bei denen die Hitze nur von unten kommt. Fünf davon waren mit einem Deckel ausgerüstet.

Die Kriterien:

  • Grillen (40%): Gegrillt wurden ca. 2,5 cm dicke Steaks, Würste und Toastscheiben. Experten beurteilten die Bräunung, deren Gleichmässigkeit, den Geschmack, den Geruch und den Garzustand.
  • Handhabung (35%): Gebrauchsanleitung, Auf- und Abbau, Bedienung, Grillkomfort, Grilldauer und Reinigung.
  • Sicherheit: (10%): Elektrische Sicherheit, berührbare Flächen, Stabilität Glasdeckel, Temperatur auf der Aurbeitsfläche.
  • Verarbeitung (5%): Passgenauigkeit, Kantenverarbeitung, Schäden nach dem Grillieren, Oberflächenbeschichtung.
  • Stromverbrauch (10%): Energieverbrauch beim Aufheizen, Grillen und im Dauerbetrieb mit maximaler Einstellung über zwölf Stunden.

Statt Steaks gab es Splitter

Die meisten Geräte kommen schnell auf Touren und liefern ein gutes Resultat. Die Kontaktgrills haben etwas besser abgeschnitten, vor allem, was die Gleichmässigkeit der Bräunung betrifft. Für zwei bis vier Esser sind Kontaktgrills geeignet. Wer mehr Grillfläche braucht, sollte sich eher an Flächengrills halten. Aber: Bei zwei Flächengrills zersprangen bei voller Leistung die Glasdeckel bereits nach kurzer Zeit. Bei diesen Geräten ist also Vorsicht geboten (Philips HD6360 und Severin PG 8527). Ein Video aus dem Versuchslabor sehen Sie hier.

Die besten Grills ohne Feuer, Rauch und Splitter:

Kontaktgrills

Tefal Optigrill GC702D
Preis: 169 Franken*
Qualitätsurteil: Gut (Note 2,2) **
Bemerkungen: Gleichmässige Wärmeverteilung, Fettabfluss, gart im Wurstprogramm langsam.

Philips HD4467
Preis: 89.50 Franken*
Qualitätsurteil: Gut (2,3) **
Bemerkungen: Gleichmässige Bräunung, obere Grillfläche kann zum Gratinieren festgestellt werden.

Flächengrills

Rommelsbacher BBQ 20023
Preis: 87.50 Franken*
Qualitätsurteil: Gut (Note 2,4) **
Bemerkungen: Sehr einfach bedienbar. Grillt gut, aber eher langsam, mit zuschaltbarer Turbozone.

Tefal TG8000
Preis: 181 Franken *
Qualitätsurteil: Gut (Note 2,4) *"
Bemerkungen: Zwei separat regulierbare Grillflächen, sehr einfache Handhabung. Grosse Fettauffangschublade.

* Deutsches Bewertungssystem (0,5 = Sehr gut, 5,5 = Mangelhaft)
** Gemäss Internetrecherche auf www.toppreise.ch vom 05.06.2015
Quelle: «Stiftung Warentest» Ausgabe Juni 2015 (Der detaillierte Test kann unter test.de für 2.50 Euro heruntergeladen werden)

Rubrik «Testsieger»

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