Langlauf-Clubs: Freizeit opfern – für die Freizeit anderer

Langlaufloipen gibt es praktisch überall in der Schweiz, total rund 5500 Kilometer. Im Unterland werden die Loipen in der Regel von Vereinen betrieben. Das bedeutet viel Fronarbeit und Engagement, aber auch viel Spass, wie das Beispiel des Loipenclubs Heiden-Bodensee zeigt.

Francisco Garmendia.

Bildlegende: Francisco Garmendia. SRF

Langlauf-Clubs wie jener in Heiden haben viele Mitglieder, sie können die Arbeit jedoch kaum aufteilen. «Wer unsere Loipen benutzen will, braucht einen Loipenpass. Und wer einen Loipenpass hat, ist automatisch Mitglied», erklärt Francisco Garmendia, Präsident des Loipenclubs Heiden-Bodensee.

So zähle der Verein zwar rund 300 Mitglieder, die Hauptarbeit würden sich jedoch die 5 Vorstandsmitglieder teilen.

Täglich 2 Stunden Arbeit

«Schweizerische und nationale Loipenpässe verkaufen, die Website unterhalten, das Spuren der Loipe organisieren: Das ist unsere Arbeit», sagt Francisco Garmendia. Er selbst wende im Winter etwa zwei Stunden pro Tag auf.

Weshalb opfert er einen grossen Teil seiner Freizeit, damit andere die Freizeit auf der Piste geniessen können? «Im Vordergrund steht die Freude am Langlauf. Zusätzliche Motivation erhalten wir durch Erfolge wie unseren ausgebuchten Langlauf-Schnuppertag.»
 

 Loipenpass für die ganze Schweiz

Wie die anderen Vereine, die in der Organisation «Loipen Schweiz» zusammengeschlossen sind, verkauft der Loipenclub Heiden-Bodensee den Schweizerischen Langlaufpass. Dieser kostet 120 Franken pro Saison und berechtigt zur Loipenbenützung in der ganzen Schweiz.