Betrüger treiben erfundene Spielschulden ein

Die angebliche Inkassofirma «TCR» verschickt derzeit massenhaft Mahnungen wegen einer angeblichen Teilnahme an einem Gewinnspiel. Den Empfängern wird angeboten, die Schulden mit der Zahlung einer Vergleichssumme zu begleichen. Es handelt sich um einen dreisten Betrugsversuch.

«Bei Euromillions habe ich doch nie mitgemacht!» Das dachte sich «Espresso»-Hörerin Jennifer Brechbühl, als sie den Brief der angeblichen Inkassofirma erhielt. Zahlreiche Hörerinnen und Hörern ergeht es gleich, dies zeigen die Meldungen, die der Redaktion des SRF-Konsumentenmagazins zurzeit erreichen.

Das Muster ist überall dasselbe: Den Empfängern wird mitgeteilt, dass sie telefonisch einen Vertrag bei einer Lottogesellschaft eingegangen seien. Diese habe sie mit dem Einkassieren des fälligen Betrags beauftragt.

Die Gesamtforderung beträgt 750 Euro. Wer dem beigelegten Vergleichsvertrag zustimmt, profitiert von einem scheinbar sagenhaften Rabatt und muss «nur» noch gut 320 Euro bezahlen.

International tätige Betrüger

Jennifer Brechbühl durchschaut die Masche sofort und es fällt ihr auch auf, dass der Brief aus London kommt, die Einzahlung aber auf ein Konto in Rumänien zu leisten wäre.

Sie schreibt: «Ich weiss dass ich diesen Brief als gegenstandslos betrachten kann, aber fand es wichtig, dass dies als Warnung für andere veröffentlicht wird.» Auch auf deutschen Konsumenten-Foren im Internet wird derzeit häufig gewarnt davor, sich vom Inhalt des Briefs einschüchtern zu lassen.

Im Briefkopf ist auch eine Telefon-Hotline aufgeführt. «Espresso» wählte die Nummer. Man wird von einer freundlichen Dame auf Tonband begrüsst und um Geduld gebeten. Dann wird man scheinbar sogar verbunden – aber dann knackt es und man fliegt aus der Leitung. Kein Anruf unter dieser Nummer möglich – und auch nicht nötig!

«Schredder»

«Schredder»

In dieser Rubrik publiziert «Kassensturz/Espresso» die neusten Betrugs-Warnungen Zum Artikel