Aluminium in Deos: Bund prüft Einschränkungen

In den meisten Deos sind Aluminiumsalze enthalten, welche den Schweissfluss und -geruch hemmen. Aluminium steht jedoch im Verdacht, Krebs oder Alzheimer auszulösen. Das Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1 hat im Mai darüber berichtet. Nun hat sich auch der Bundesrat mit dem Thema befasst.

Der Bundesrat verfolgt die weiteren Abklärungen der EU, ob die Verwendung von Aluminium in Deodorants eingeschränkt werden soll.

In Abstimmung mit der EU möchte der Bundesrat mögliche Massnahmen prüfen, heisst es in einer Stellungnahme zu einem parlamentarischen Vorstoss der grünen Nationalrätin Aline Trede. Sie wollte, dass der Bundesrat ein Verbot von Deodorants mit Aluminiumsalzen auf dem Schweizer Markt prüft.

Grossangelegte Stude in der EU

Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme schreibt, gebe es bis jetzt keine Hinweise, dass die Verwendung von Aluminium in Kosmetikprodukten das Risiko für Brustkrebs tatsächlich erhöhe. Er weist aber auch daraufhin, dass aktuell zu wenige Daten vorliegen.

Forschungsbedarf sieht auch die Toxikologin Ariane Lenzner vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

Wie sie bereits im Vorfeld gegenüber «Espresso» erklärte: «Die Kosmetik-Industrie führt nächstens eine Studie durch, bei der unter realistischen Bedingungen untersucht werden soll, wie viel Aluminium wirklich über die Haut aufgenommen wird.» Denn die bisherigen Forschungsergebnisse seien widersprüchlich.

Mit rasierten Achseln auf Aluminium verzichten

Dennoch rät die Toxikologin Lenzer, ein Deo mit Aluminium nicht jeden Tag, sondern ganz bewusst zu verwenden.

Kein Deo mit Aluminium sollte man verwenden, wenn man die Achseln vorher rasiert hat: «Studien haben nämlich gezeigt, dass über verletzte Haut ein Vielfaches an Aluminium aufgenommen wird.»