Arbeiten in der Hitze: Genug Wasser trinken und Pausen einlegen

Temperaturen über 30 Grad sind eine grosse Belastung für den Körper. Besonders bei der Arbeit im Freien sollten die Signale des Körpers beachtet werden. Arbeitsmedizinerin Irene Kunz erklärt im «Espresso»-Interview, worauf man an einem Hitzetag achten sollte.

Wenn es draussen heiss ist, besteht die Gefahr, dass sich auch der Körper bis zu gefährlichen Temperaturen aufheizt. Das kann so weit gehen, dass Körperfunktionen nicht mehr das bringen, was sie sollten. «Man nennt dies einen Hitzschlag, und das ist grundsätzlich eine lebensbedrohende Situation», erklärt Arbeitsmedizinerin Irene Kunz.

Um solchen Situationen vorzubeugen, sei es ganz wichtig, sehr viel zu trinken. Bereits am Morgen sollte man vortrinken, sich also vorhydrieren. Trinken ist so essentiell, weil der Körper ab circa 25 Grad keine andere Möglichkeit mehr hat, die Wärme loszuwerden. Da hilft nur Schwitzen.

Pausen einlegen!

Irene Kunz rät zudem, unbedingt auf die körpereignen Signale zu achten: «Zum Beispiel, wenn es Ihnen schwindlig wird oder Kopfschmerzen aufkommen. Solche Warnsignale des Körpers muss man ernst nehmen. Dann heisst es: Arbeitspause einlegen, Schattenplatz suchen und viel trinken.»

Die Arbeitsmedizinerin betont: «Draussen ist es wichtig, immer wieder Schatten aufzusuchen oder sich die Arbeit so einrichten, dass man sie im Schatten verrichten kann.» So könne man zum Beispiel Sonnensegel spannen. Oder Sonnenhut und -brille tragen. Der Oberkörper sollte nicht unbedeckt sein.

Auch im Büro kann die Hitze mühsam werden. Zwar werden dort keine schweren körperlichen Arbeiten verrichtet, nichtsdestotrotz wirkt sich die Hitze vor allem auf die Konzentration aus. Wichtig sei, die kühle Nachtluft zu nutzen, ausreichend zu lüften und bereits am Morgen Storen und Fenster zu schliessen.

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