Elektro-Produkte: Jedes zehnte hat Mängel

In Stichproben des eidgenössischen Starkstrominspektorats (ESTI) blieb gut jedes zehnte elektrotechnische Produkt wegen Mängeln hängen. Teilweise fehlten die notwendigen Sicherheits- Nachweise. Vielmals stiess das ESTI aber auch auf konkrete sicherheits-technische Mängel.

Verkaufsregal mit verschiedenen Mixern

Bildlegende: Jedes zehnte Elektrogerät hielt der Prüfung nicht stand. Keystone

Das eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) überprüfte 2012 rund 1500 Elektrogeräte und andere Produkte aus den Bereichen Haushalt, Büro, Gewerbe und Industrie. Davon genügten 11 Prozent den sicherheitstechnischen Anforderungen nicht. 2011 waren es noch 17 Prozent. Für 66 Produkte verhängte das ESTI einen Verkaufsstopp oder ein Verkaufsverbot. Dies ist der Fall, wenn der Mangel eine Gefahr für den Benutzer darstellt. So wurden beispielsweise LED-Lampen gestoppt, welche nicht berührungssicher waren, oder unzulässige Stecker und Verlängerungskabel.

Auf Sicherheitszeichen «S+» achten

 
Beim Kauf von elektrotechnischen Produkten empfiehlt das ESTI, diese im Fachhandel oder bei Grossverteilern zu beziehen. Dort seien sicherheitstechnische Mängel selten. «Achten Sie darauf, dass dem Produkt eine gute Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache beiliegt», rät Peter Fluri, Leiter Marktüberwachung des ESTI. Und weiter: «Der Verkäufer des Elektroprodukts sollte unbedingt einen Kundendienst anbieten, der auch erreichbar ist.» 

ESTI-Sicherheitszeichen

Bildlegende: Ist dieses Symbol auf dem Gerät, ist es sicher. ESTI

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann beim Kauf eines Elektrogeräts auf das freiwillige Sicherheitszeichen des ESTI achten. Sicher kein solches Zeichen findet sich auf Geräten, welche am Stromkabel einen ausländischen Stecker haben. Ob ein Elektrogerät das Sicherheitszeichen hat, können Konsumenten auf der Internetseite des ESTI selber überprüfen.