Wassermangel behindert Tanker: Heizölpreis steigt

Der tiefe Pegelstand des Rheins wirkt sich auf den Heizölpreis aus. Die Frachtkosten sind um ein Vielfaches höher als normal – das verteuert auch das importierte Heizöl.

Der tiefe Wasserpegel macht der Rhein-Schifffahrt zu schaffen. Derzeit braucht es für die gleiche Menge transportierter Waren vier bis fünf Mal mehr Schiffe als sonst.

Rekordhohe Frachtkosten

Das hat Auswirkungen auf die Frachtkosten. Diese sind derzeit rund sieben Mal höher als noch im Frühling. «Im März zahlte man pro Tonne transportiertem Heizöl 16 Franken, heute sind es rund 115 Franken – massiv mehr», sagt Francesca Romano von der Erdölvereinigung. Daniel Hofer, Chef von Migrol, bestätigt: «So etwas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt!»

Heizölpreis steigt seit Ende August

Rund die Hälfte des Heizöls kommt via Rhein in die Schweiz. Und die gestiegenen Frachtkosten wirken sich auch auf den Heizölpreis aus. Seit Ende August ist dieser von etwas mehr als 60 auf rund 80 Franken gestiegen. Und die Lage könnte sich per Ende Jahr noch weiter verschärfen.

Verstärkte Nachfrage erwartet

Die CO2-Abgabe steigt ab 2016 nämlich um sechs Rappen pro Liter Heizöl. Aus diesem Grund erwarten Experten in den letzten Wochen des Jahres eine markant höhere Nachfrage.

Ob die höhere Nachfrage und die prekäre Lage auf dem Rhein den Heizölpreis noch weiter in die Höhe treiben, kann niemand mit Sicherheit sagen.

Schwierig sei es auch, Tipps für Konsumenten abzugeben, sagt Daniel Hofer von Migrol. «Wenn man glaubt, dass es wie jedes Jahr bald regnen wird, kann man sich noch in Geduld üben. Wem das aber alles zu unsicher ist, kann gut auch jetzt schon zugreifen. Denn historisch gesehen sind die Preise nicht allzu hoch, wir hatten schon viel höhere.»