Zum Inhalt springen

Konsum Wein, Fleisch, Tabak: Bald gelten neue Zollbestimmungen

Die revidierte Zollverordnung bringt ab dem 1. Juli Änderungen. Für Wein, Fleisch und Tabak gelten neue Zollfreigrenzen. Beim Fleisch wird nicht mehr zwischen verarbeitetem und frischem Produkt unterschieden.

Legende: Audio Neuerungen am Zoll: Was beim Einkauf im Ausland zu beachten ist abspielen.
4:09 min, aus Espresso vom 19.06.2014.

Beim Fleisch wird das Zollverfahren deutlich vereinfacht: Ob verarbeitetes oder frisches Fleisch, es gilt generell eine Zollfreigrenze von einem Kilo.

Bis anhin lag die Grenze für Frischfleisch bei 0,5 Kilogramm, bei verarbeitetem Fleisch bei 3,5 Kilo. Für Liebhaber von italienischer Salami beispielsweise bedeutet dies eine klare Verschlechterung.

Mehr Wein zollfrei, dafür wird’s verzollen teuer

Dafür dürfen sich Weinfreunde freuen. Ab dem 1. Juli dürfen pro Person und Tag neu fünf Liter Wein zollfrei in die Schweiz gebracht werden und nicht nur zwei wie bisher. Allerdings gibt es bei Mehrmengen einen Preisaufschlag: Statt 60 Rappen pro Liter bezahlt man am Zoll neu zwei Franken.

Etwas mehr Zigaretten und viel mehr Zigarren

Bei den Tabakwaren gilt neu: Es dürfen 250 Zigaretten oder 250 Zigarren zollfrei eingeführt werden, beim Tabak sind es 250 Gramm. Bisher waren es 200 Zigaretten oder 50 Zigarren und 250 Gramm Tabak.

Nicht mehr zollpflichtig sind Milch und Milchprodukte (gilt nicht für Rahm und Butter), Eier, Schnittblumen, Gemüse, Früchte und Getreideprodukte. Ab einem Warenwert von 300 Franken muss aber auch hier die Mehrwertsteuer bezahlt werden.

Wertfreigrenze bleibt bei 300 Franken

Pro Person und Tag dürfen wie bisher Waren im Wert bis 300 Franken importiert werden, ohne dass darauf die Mehrwertsteuer bezahlt werden muss.

Neu werden aber auch alkoholische Getränke und Tabakwaren in diesen Betrag eingerechnet und können nicht mehr zusätzlich zur Zollfreigrenze eingeführt werden. Auch das bedeutet eine Verschlechterung für Konsumentinnen und Konsumenten.

Verzollung künftig per Smartphone

Die Änderungen sollen das Zollverfahren so vereinfachen, dass es mittelfristig möglich ist, Waren per Smartphone vorgängig am Zoll anzumelden. So könne man bereits vorgängig abklären, wie hoch Zoll und Mehrwertsteuer für die gekauften Waren sind, heisst es von der eidgenössischen Zollverwaltung.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Reto Mösli, Nienikon
    Der Redaktion von srf.ch fehlt die Fairness, schlimme Fehler im Text klar zu kommunizieren. Für Butter und Rahm (kombiniert) gibt es nur eine Freimenge von einem Kilo, siehe Verweis im Text auf PDF. Gestern Mittwoch habe ich um 18:07 hier auf die fehlerhafte Berichterstattung hingewiesen. Der Fehler im Text ist erst heute stillschweigend korrigiert worden, indem der Text in Klammern angefügt worden ist. "Nicht mehr zollpflichtig sind Milch und Milchprodukte (gilt nicht für Rahm und Butter),"
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Redaktion «Kassensturz/Espresso»
      Sehr geehrter Herr Mösli. Danke für den Hinweis. Wir haben den Text heute Morgen präzisiert. Bei dieser Berichterstattung haben wir uns 1:1 auf die Angaben der Zollverwaltung gestützt. Neu gilt für Milch und Milchprodukte keine Höchstmenge mehr. Rahm und Butter gehören offensichtlich gemäss Zollverwaltung nicht in diese Kategorie. Es handelt sich also nicht um einen schlimmen Fehler.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marie-Luise Reck, Turbenthal
    Man bekämpft die Raucher, aber man soll gleichzeitig um einiges mehr Zigaretten und Zigarren einführen können, nur weil man hofft, man könnte den Schmuggel eindämmen. Wer sowas annimmt versteht wirklich nichts.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Rütimann, Wil AG
    Alles hat 2 Seiten: Bei verarbeitetem Fleisch wurde nicht an Salami gedacht. Es wurde viel Fleisch mariniert = verarbeitet importiert !!! Auch beim Wein ist das ein Nachteil: 30 Flaschen für meinen Keller importiere ich nicht mehr (Schutz für Schweizerwein??)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen