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Multimedia Ifolor: Schweizer zahlen massiv mehr

Wer bei Ifolor.ch ein Fotobuch bestellt, bezahlt bis zu 25 Prozent mehr als ein Kunde in Deutschland. Beide Bücher, ob für Deutschland oder für die Schweiz, werden in Kreuzlingen hergestellt. Schweizer wehren sich nun: «Wir werden gemolken!»

Fotobücher kosten Schweizern mehr
Legende: Fotobücher kosten Schweizern mehr SRF

Aufgefallen ist diese Preisdifferenz Ives Leutenegger. Er wollte seinem Vater nach einer Amerikareise ein Fotobuch schenken. «Ich erhielt Rabattgutscheine für eine Internetbestellung auf Ifolor.de. Als ich diese Preise mit den Schweizer Preisen verglich, staunte ich nicht schlecht. In der Schweiz kostete das Fotobuch 25 Prozent mehr.»

Das Problem ist allerdings, dass Schweizer Kunden normalerweise gar nicht über die deutsche Internet-Seite bestellen können. Mit mehreren technischen Kniffs gelang es Leutenegger dennoch, auf der deutschen Seite zu bestellen.

«Ich liess mir die Fotobücher an eine Adresse in Konstanz liefern und habe sie dann dort abgeholt», erzählt Leutenegger, «so habe ich massiv Kosten gespart.»

iFolor: «Zwei verschieden Märkte»

Auf die Preisunterschiede angesprochen, sagt Ifolor-Marketingleiter Schweiz, Karsten Peters: «Unsere Preisbildung unterscheidet sich nach den jeweiligen Märkten. Vom deutschen Markt erhoffen wir uns ein grössers Volumen, darum können wir dort auch billigere Preise anbieten.»

Als Ifolor (früher Fotocolor Kreuzlingen) seine Produkte im deutschen Markt eingeführt habe, sei der Euro-Wechselkurs zwischen 1.40 und 1.60 gelegen, sagt Peters: «Durch den aktuellen Wechselkurs werden die deutschen Preise im Vergleich zu den Preisen in der Schweiz rechnerisch günstiger.»

Die Schweizer Preise den deutschen anzupassen, kommt für Ifolor laut Karsten Peters nicht in Frage. «Würden wir das machen, könnten wir in der Schweiz keine Investitionen mehr tätigen oder die Qualität verbessern.»

Ives Leutenegger ärgert diese Argumentation: «Wir Schweizer werden gemolken und das bei einem Produkt, das hier hergestellt wird.» Er bestellt auch in Zukunft bei Ifolor, aber natürlich nur auf der deutschen Homepage.

Tipps und Merkblatt

«Kassensturz» hat für Sie Tipps zusammengestellt, damit ihr Fotobuch ein Erfolg wird:

10 Kommentare

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  • Kommentar von Armando Celodini, San Marino
    Sowieso unglaubwürdig, als Arbeitgeber wie Kundendienstleister im Fotobereich!!!
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  • Kommentar von Alex Todogogo, Genf
    Ich denke solche Segmentierung in der Preisgestaltung ist normal in sehr vielen Industrien. Siehe Ticketpreise bei den meisten Fluglinien. Bucht auch in einem Land mit einem hohen Pro-Kopf-Einkommen bezahlt man deutlich mehr für einen Flug mit der gleichen Distanz und den gleichen Zielen. Mehr verdienen und weniger ausgeben - das geht dann nicht. Hier ist mal eine Aufstellung aller Alternativen auf dem Schweizer Markt, die ich gefunden habe. http://www.fotosonlinebestellen.ch
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  • Kommentar von Angela Meier, Winterthur
    Fotobücher an eine deutsche Adresse liefern lassen und dann abholen ist eher kurzsichtig, finde ich. Rechnet man die gefahrenen Kilometer realistisch, ist der Preisvorteil schnell einmal dahin. Sofern man nicht gerade in Kreuzlingen oder Umgebung wohnt... Fahre ich nach Konstanz, um ein Fotobuch abzuholen, sind das hin und zurück 90km. Mal 70 Rappen (üblicher Ansatz) sind das 63 Franken. Ich wage zu bezweifeln, dass das sparsamer ist....
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    1. Antwort von Elsa Steiner, Zürich
      Abholadresse in Jestetten, mit S5 ab Hauptbahnhof direkt dahin, kostet 14.- Halbtax. Für 4 Premium Bücher Preisdiff. 113.- trotz 15% Rabatt in CH Lohnt sich schon.
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