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Multimedia Schon wieder ist ein Handy explodiert

Das Smartphone einer jungen Genferin erwärmte sich stark und der Akku explodierte. Es ist nicht der erste Fall. Es trifft regelmässig Handys und Laptops. Im Dezember hatte «Kassensturz» über die Gefahr von platzenden Akkus berichtet - und in einem Experiment einen Akku zum Explodieren gebracht.

Geplatztes abgebranntes Handy
Legende: Explodiertes Handy In Smartphones können Akkus platzen. SRF

Die Familie Jemeil in Genf bekam am Dienstagmorgen einen gehörigen Schreck: Die Tochter bemerkte plötzlich, wie ihr Samsung Galaxy S4 in der Hosentasche immer heisser wurde.

Mutter Aduna Jemeil sagte zu «Le Matin»: «Meine Tochter nahm darauf den Akku raus. Plötzlich gab es eine Explosion und eine Stichflamme.» Der brennende Akku habe ihren Boden versengt.

«Wir sind sehr erschrocken, aber zum Glück ist niemandem etwas passiert.» Einziger Schaden: Ein Brandfleck im Parkett.

Legende: Video Achtung, das Handy platzt: Hersteller verharmlosen Gefahr abspielen. Laufzeit 08:09 Minuten.
Aus Kassensturz vom 10.12.2013.

Hersteller und Experten kennen das Problem

Es ist nicht der erste Zwischenfall mit einem Smartphone von Samsung. Vor wenigen Monaten explodierte der Akku einer 18-Jährigen in La-Chaux-de-Fonds. Sie erlitt Verbrennungen am Bein.

Das Konsumentenmagazin «Kassensturz» hat im letzten Dezember einen weiteren Fall aufgedeckt. Der Akku eines Galaxy S4 während des Aufladens. Beim Versuch das Feuer mit dem Fuss zu löschen zog sich der Besitzer Brandverletzungen zu.

Wie gefährlich sind solche Akkus? «In elektronischen Geräten werden heute vorwiegend Lithium-Ionen-Akkus eingebaut. Im Normalfall können diese Energiespeicher sicher verwendet werden.

Es ist aber möglich, dass solche Akkus Blähen oder Platzen und im Extremfall sogar in Brand geraten oder auch explodieren können», erklärt der EMPA-Experte Marcel Held im «Kassensturz».

Tipps für den Umgang mit Akkus

Angefragte Reparaturwerkstätten berichten, dass mehrere Male pro Monat ein Gerät mit einem geplatzten Akku bei ihnen auftaucht. Experten und Hersteller raten darum zu folgenden Massnahmen:

  • Handy- und Computer-Akkus nur bei Raumtemperatur aufladen.
  • Geräte nicht über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung aussetzen.
  • Wird ein Akku immer heisser, Akku auswechseln.
  • Immer nur Original-Akku und Ladegerät/-kabel des Geräteherstellers verwenden.

4 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Vielleicht sollte man Smartphones nur noch mit nicht wechselbaren Akkus verkaufen. Dann können Kunden auch keine Minderware als Akku benutzen, sondern nur die fest verbauten Akkus des Herstellers (wie zum Bsp. iPhone, Lumia)
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    1. Antwort von M.Schmid, Bern
      Bei den fest eingebauten Akkus wird erst recht Minderware verbaut. Leute mit kaputten fest eingebauten Akkus kenne ich schon genug. (Leute mit explodierenden Akkus kenne ich zum Glück keine, aber ich weiss, dass viele auch wechselbare Akkus haben). Was man dadurch gewinnt, ist dass anstatt einer neuen Batterie eine neues Smartphone / Tablet / ... gekauft werden muss. Für die Kunden und die Umwelt einfach nur schlecht! Man könnte aber vielleicht intelligentere Ladeelektronik herstellen...?
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  • Kommentar von Reto Jorns, Luterbach
    Tipps richtig und wichtig. Zusätzlich besteht auch kein Problem, wenn das Gerät über die USB- Buchse eines PC geladen wird. Sollte das Gerät an ein fremdes Ladegerät angeschlossen werden, ist genau darauf zu achten, dass der Ladestrom in mA nicht grösser ist als auf dem Akku angegeben, sonst passiert eben genau diese Überhitzung welche ein Aufblähen des Akkus erzeugt, im Extremfall die feinen Folienschichten durchbrennen und somit infolge dieses Kurzschlusses der explosionsartige Brand entsteht.
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    1. Antwort von Felix Rothenbühler, Mühlethurnen
      Das ist nicht richtig so. Der auf einem Ladegerät angegebene Strom in mA ist der maximale Strom, den das Ladegerät liefern kann. Das bedeutet nicht, dass das zu ladende Gerät diesen Strom auch nutzt. Das Gerät "nimmt" nur so viel Strom, wie es braucht, und dieser sollte tiefer sein als der max. Strom des Ladegerätes, sonst nimmt das Ladegerät allenfalls Schaden - aber nicht das Endgerät. Ein Ladegerät MUSS als einen höheren max. Strom haben als der Stromverbrauch des Geräts.
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