Die teuerste Brezel der Schweiz

Wer während der Autofahrt in eine Brezel beisst, muss teuer bezahlen. Die Polizei stuft diesen Biss als schweres Vergehen ein. Er kann unter Umständen mehrere Hundert Franken kosten.

Busse für das Reinbeissen in eine Brezel

Bildlegende: Busse für das Reinbeissen in eine Brezel SRF

Weil sie während des Autofahrens in eine Salzbrezel biss, muss eine «Espresso»-Hörerin nun mehrere hundert Franken zahlen. Man darf nichts machen, was die Steuerung des Autos gefährdet, so der Kommentar der Polizei.

Schweres Vergehen

«Ich dachte zuerst an einen Witz», erzählt Sandra Dütsch aus Binz (ZH). Erst als der Polizist sie direkt auf die Brezel ansprach, begriff die «Espresso»-Hörerin, weshalb man sie aus dem Verkehr gewinkt hatte. «Dann bezahle ich halt die Busse von hundert Franken», sei daraufhin ihr erster Gedanke gewesen.

Nun, es kam wesentlich teurer. 100 Franken zahlt nur, wer hinter dem Steuer telefoniert. Da Sandra Dütschs Vergehen gemäss Polizeirapport jedoch wesentlich schwerer einzuordnen ist (im Rapport steht, sie habe die Brezel mit beiden Händen gehalten), wurden gleich zwei Verfahren gegen sie eröffnet. Das eine, bereits abgeschlossen, brachte ihr eine Busse von 250 Franken ein. Und die Chance, dass weitere hohe Verfahrenskosten dazu kommen, ist hoch.

Zum Trinken und Essen anhalten

Von «Espresso» auf die nur schwer nachvollziehbare Höhe der Strafe angesprochen, meint der zuständige Kommandant der Dübendorfer Polizei: «Ich würde auch vom Wasser trinken abraten». Zwar müsse man von Fall zu Fall entscheiden, auf Nummer sicher gehe aber nur, wer zum Trinken oder für den Biss in ein Sandwich an den Strassenrand fahre und anhalte.