Kenia: Trotz Unruhen kein Reisestorno möglich

In Kenia wartet die Bevölkerung seit Anfang März auf das Wahlergebnis. Das Eidgenössische Amt für Auswärtiges (EDA) redet von einer angespannten Lage und möglichen Gewaltakten. Trotz ungutem Gefühl kann jemand, der für jetzt Ferien in Kenia gebucht hat, nicht einfach kostenlos die Reise annullieren.

Hotel mit Blick auf Elefanten

Bildlegende: Manch einer überlegt sich momentan gut, ob er die Natur Kenias erleben will. Colourbox

Da vergeht einem die Lust auf Ferien: «Vor und während den Wahlen sowie nach Bekanntgabe der Resultate muss mit einer Zunahme von Spannungen gerechnet werden, die das Potenzial haben, in schwere Gewaltakte auszuarten», heisst es auf der Internetseite des EDA zur Situation in Kenia. «Espresso» kennt einen Fall, bei dem eine Frau ihre Kenia-Reise stornieren wollte, nachdem sie das gelesen hat. Bei ihrem Reiseveranstalter biss sie aber auf Granit.

Vor dem Buchen informieren

Angst allein reicht nicht, um eine Reise kostenlos zu stornieren. Das sagen Schweizer Reiseveranstalter unisono. Es gebe viele Feriendestinationen, an denen es zu politischen Spannungen kommen kann. Sie könnten deswegen nicht jedem das Geld zurückgeben, der kalte Füsse bekomme. Man muss sich also vor dem Buchen einer Reise selber über die Situation in einem Land informieren.

Reiseveranstalter richten sich nach EDA

Die Reiseveranstalter halten sich grundsätzlich an die Empfehlungen des Aussendepartements. Wenn das EDA in seinen Reisehinweisen sagt, man solle ein Land nicht mehr besuchen, dann müssten die Reiseveranstalter Reisende informieren, die an den entsprechenden Ort wollen. Die meisten Reiseveranstalter zeigen sich in solchen Fällen auch kulant. Sie helfen kostenlos beim Suchen einer neuen Reisedestination und erstatten unter Umständen das Geld zurück.

Annullationsversicherung für Unvorhergesehenes

Auch eine Annullationsversicherung hilft nicht bei politischen Unruhen. Sie tritt in Kraft, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Wenn zum Beispiel jemand kurz vor der Reise krank wird oder einen Unfall hat und nicht mehr reisen kann. Oder aber, wenn es an der Feriendestination zu einer Naturkatastrophe kommt.

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