Tiefe Waschtemperaturen begünstigen schleimigen Belag

Wird nie heiss gewaschen, entsteht in der Waschmaschine ein schleimiger Belag, der schlechte Gerüche absondert und die Wäsche stinken lässt. Was hilft: Ein Mal im Monat heiss waschen und zwar mit Waschpulver, nicht mit Gel.

Verschmutztes Dosierfach einer Waschmaschine.

Bildlegende: Gerade im Dosierfach sammelt sich gerne ein Biofilm an. Colourbox

«Der glitschige, sogenannte Biofilm, der sich im Dosierfach, auf Plastikdichtungen und Schläuchen von Waschmaschinen ansetzt, besteht aus Algen, Bakterien und Pilzen», erklärt die Mikrobiologin Caroline Amberg vom Forschungslabor Swissatest. Je niedriger die Waschtemperaturen und je feuchter das Klima, desto wohler sei es dem lebenden Mikrofilm.

Mitverantwortlich für das Wachstum eines Biofilms sind gemäss Amberg Flüssigwaschmittel ohne Bleichmittel und tiefe Waschtemperaturen unter 60 Grad. Damit würden die vorhandenen Keime beim Waschen nicht abgetötet und der Film könne sich ausbreiten. Ein Biofilm in Waschmaschinen könne aber nie völlig verhindert werden.

Einmal im Monat eine heisse Wäsche

Als probates Mittel gegen den glitschigen Belag im Innern der Waschmaschine bezeichnet Caroline Amberg das Waschen mit hohen Temperaturen mindestens einmal im Monat. Gleichzeitig sollte dabei ein Waschpulver mit Bleichmittel verwendet werden. So könne der Biofilm unter Kontrolle gebracht und ein müffeliger Geruch in der Wäsche verhindert werden.

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