Airbnb: Frischer Wind für Touristen oder Atemnot für Mieter?

  • Mittwoch, 12. April 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 12. April 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 13. April 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Dem erfolgreichen Übernachtungsvermittler Airbnb weht eine steife Brise entgegen.

Airbnb ist Teil der Sharing Economy: Privater Wohnraum – vom umgebauten Stall, über die Stadtwohnung bis zum Loft – wird mit Gästen geteilt, vermittelt durchs Internet. Dies als Alternative zu muffigen Hotelzimmern und sterilen Ferienwohnungen. Eine Erfolgsgeschichte. Doch es gibt auch Kritik: Touristen würden die Einheimischen vertreiben, die Wohnungspreise stiegen.

«Kontext» zeigt anhand von Amsterdam und Basel auf, wie das Angebot genutzt und reguliert wird und debattiert mit Airbnb-Länderchef Alex Schwarz und Felicitas Huggenberger vom Zürcher Mieterinnen- und Mieterverband.

Beiträge

  • Amsterdam ist Touristenmagnet und nicht alle freuen sich darüber.

    In Amsterdam Markt reguliert

    In Amsterdam beklagt sich die Bevölkerung immer lauter über Touristen, die in privaten Wohnungen übernachten, vermittelt durch die digitale Übernachtungs-Plattform Airbnb.

    Das Geräusch der Rollkoffer auf dem Kopfsteinpflaster, die Nachtruhestörungen durch Party feiernde Gäste und die Tatsache, dass deren Abfall oft auf der Strasse lande, sorgen für blanke Nerven. Deshalb hat die Stadtregierung mit dem Unternehmen ausgehandelt, dass Privatwohnungen nur noch während 60 Tagen pro Jahr vermietet werden dürfen.

    Elsbeth Gugger

  • Während der Uhren- und Schmuckmesse «Basel World» kommen Tausende von Toursiten nach Basel und nicht alle kommen in Hotels unter.

    In Basel Marktlücke gefüllt

    In der Messestadt Basel ist die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten zu Spitzenzeiten gross, etwa im Frühjahr während der Uhren- und Schmuckmesse oder der «Art Basel». Dann kommen Tausende von Touristen und die Hotels an ihre Grenzen.

    Seit die digitale Zimmer- und Wohnungsvermittlung Airbnb auf den Plan getreten ist, hat sich die Situation entspannt. Und doch suchen die Behörden nach Lösungen, um die Konkurrenz zur Hotellerie zu regulieren.

    Rahel Walser

  • Airbnb: Frischer Wind für Touristen oder Atemnot für Mieter?

    Erfolgreich und dennoch in der Kritik

    Die Übernachtungsplattform Airbnb bringt frischen Wind in die Tourismusbranche und ist Teil der Sharing Economy: Privater Wohnraum – vom umgebauten Stall, über die Stadtwohnung bis zum Loft – wird mit Gästen geteilt.

    Dies schnürt den Einheimischen zuweilen die Luft ab, denn der Wohnraum im Stadtteil wird verknappt und dadurch teurer.

    Dies hat von Barcelona über Amsterdam nach Berlin die politischen Behörden auf den Plan gerufen. Braucht es eine Regulierung? Darüber diskutieren Airbnb-Länderchef Alex Schwarz und Felicitas Huggenberger vom Zürcher Mieterinnen- und Mieterverband.

    Sabine Bitter

Autor/in: Sabine Bitter, Elsbeth Gugger, Rahel Walser, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter