Alte Liebe rostet doch

  • Mittwoch, 28. Juni 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 28. Juni 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 28. Juni 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Wenn es um Scheidung geht, kann man das «verflixte 7. Jahr» getrost vergessen. Immer mehr Paare gehen nämlich erst nach 30, 40 oder mehr Jahren auseinander. Warum? Kontext gibt Einblick in das Liebesleben der Babyboomer.

Die Scheidungsquote in der Schweiz ist bei 42%. Das ist hoch und hat mehrere Gründe. In der Schweiz leben die Menschen lang und die meisten haben genügend Geld, um zwei Haushalte zu finanzieren.

Die Entwicklungspsychologin und Generationenforscherin Pasqualina Perrig-Chiello hat während sechs Jahren 2000 Personen zu ihrer Partnerschaft befragt. In ihrem eben erschienenen Buch «Wenn die Liebe nicht mehr jung ist. Warum viele langjährige Partnerschaften zerbrechen und andere nicht» erhellt die Professorin viel Unerwartetes zum Thema Liebe, die oft eben doch rostet.

Anhand der Geschichten einer spätgeschiedenen Frau und eines spät geschiedenen Mannes werden Hintergründe zur Verfallsgefahr oder Langlebigkeit von Liebe erläutert.

Buchhinweis:
Pasqualina Perrig-Chiello: «Wenn die Liebe nicht mehr jung ist. Warum viele langjährige Partnerschaften zerbrechen und andere nicht». Verlag hogrefe
 

Beiträge

  • Warum gehen vor allem die Frauen in späten Jahren?

    Die Frauen

    Kathrin hat zwei Kinder gross gezogen und vieles weggesteckt: die Seitensprünge ihres Mannes und verpasste eigene Entwicklungschancen. Mit 40 dämmert ihr das. Mit 50 wächst ihr Eigensinn. Mit 60 trennt sich das Paar.

    Warum gehen vor allem die Frauen in späten Jahren? Was ist neu zu bedenken zum alten Sprichwort: Alte Liebe rostet nicht?

    Luzia Stettler, Cornelia Kazis

  • Was sind die Beweggründe von Männer zu gehen?

    Die Männer

    Kurt hat mit seiner Frau und den beiden Söhnen schon immer nach Alternativen gesucht. Als bewegter Mann hat er mit seiner Frau alle anfallenden Aufgaben geteilt. Nach einer langen Geschichte der Liebe und Solidarität hat sich der «bewegte Mann» dann doch getrennt.

    Wieso denn nur? War doch alles nicht schlecht und doch nicht gut genug?

    Warum das letzte Lebensviertel heute für viele noch einmal Aufbruch bedeutet, welche Rolle die Finanzen und welche Rolle die Sexualität spielen, erläutert die Fachfrau.

    Luzia Stettler, Cornelia Kazis

  • Späte Singles – Aufbruch in ungelebtes Leben?

    Das Leben danach: Späte Singles

    Frauen bleiben Singles. Männer sind schnell wieder verpartnert. Das ist der wichtigste Genderunterschied beim späten Aus in der Liebe. Für beide aber ist es ein Aufbruch in ungelebtes Leben.

    Was sagen die erwachsenen Kinder dazu? Was die alten Eltern? Hintergedanken dazu von einer, die sich 6 Jahre lang mit dem Thema beschäftigt hat: Prof. Pasqualina Perrig-Chiello.

    Luzia Stettler, Cornelia Kazis

Autor/in: Cornelia Kazis und Luzia Stettler, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Mariel Kreis