Dada, die (f.)

  • Freitag, 5. Februar 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 5. Februar 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 5. Februar 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die ausserordentlichen Dada-Pionierinnen erfuhren ein typisch weibliches Schicksal: Wie so oft wurden die beteiligten Frauen von der «Geschichte» unter den Teppich gekehrt. Selten aber prägten Frauen eine Avantgarde so stark wie bei Dada.

Wer waren die Malerinnen, Literatinnen, Tänzerinnen, Performerinnen, Musikerinnen oder Verlegerinnen, die neben Sophie Taeuber-Arp, Hannah Höch, und Emmy Hennings Dada prägten?

Warum gingen sie vergessen? Wie erging es anderen Avantgardistinnen? Und hat sich die Mechanik des Vergessens unterdessen vielleicht zugunsten der Frauen verändert?

«Kontext» sucht nach Antworten mit den Ausstellungsmacherinnen Ina Boesch und Sabine Schaschl, mit Emmy Hennings Urenkel Julian Schütt und der Kunstkritikerin Alice Henkes.

Beiträge

  • Wer waren die Dada-Frauen? Und wo sind sie hin? Dada-Frauen gerieten oft in Vergessenheit (im Bild: das Cabaret Voltaire).

    Die unbekannten Dadaistinnen

    Gerade für Frauen war die Avantgarde Bewegung, die im Februar 1916 in Zürich ihren Anfang nahm, attraktiv. Denn Dada wollte die Kunst erneuern und machte darum die Tore weit auf auch für Frauen.

    Zahlreiche Malerinnen, Tänzerinnen, Performerinnen trugen mit ihrer kreativen Experimentierlust zu dem Unternehmen Dada bei. Und wurden bald vergessen. Wer sie waren, was sie taten und warum sie vergessen wurden, erläutern die beiden Ausstellungsmacherinnen Ina Boesch und Sabine Schaschl.

    Alice Henkes

  • Dadaistin der ersten Stunde: Porträt von Emmy Hennings (von Hanns Bolz).

    Die Bekannteste unter den Unbekannten

    Emmy Hennings hatte viele Gesichter. Die Dadaistin der ersten Stunde war Schauspielerin, Sängerin, Schriftstellerin, Kabarettistin, Muse und nähte, wenn es nicht anders ging, Knöpfe auf Kartons, um für sich und Hugo Ball im Schweizer Exil den Lebensunterhalt zu verdienen.

    Was Emmy Hennings als dadaistische Künstlerin leistete, wie sie auf die Bewegung blickte, das erzählt im Gespräch ihr Urenkel, der ihren Nachlass betreute.

    Julian Schütt und Brigitte Haering

  • Sophie Taeuber-Arps Werk stand lange im Schatten des Werks ihres Mannes.

    Die Mechanik des Vergessens

    So interessant und aufregend die Beiträge der vielen Frauen waren, die am Dadaismus mitwirkten, sie gingen wie bei anderen Kunstrichtungen auch vergessen.

    Was waren die Gründe? Erging es anderen Frauen in anderen Avantgarde-Bewegungen ähnlich? Und sind es heute immer noch dieselben Faktoren, die Vergessen begünstigen?

    Alice Henkes, Julian Schütt und Brigitte Häring

Autor/in: Alice Henkes und Julian Schütt, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Ellinor Landmann