Das Comeback von Concierge und Zugehfrau

  • Montag, 18. September 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 18. September 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 18. September 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Immer mehr gut verdienende Haushalte lassen putzen, waschen und bügeln und haben vom Delikatessen-Kurier bis zum Abfallentsorger eine Reihe externer Dienstleister zur Hand, um den Alltag zu bewältigen: Hinter der Haustür formiert sich ein neues Bürgertum mit Personal.

Erwerbstätige Paare mit oder ohne Kinder, aber auch Vollzeit berufstätige Singles delegieren immer mehr häusliche Arbeiten an Haushalthilfen und externe Dienstleister: Man lässt die Hemden bügeln, die Lebensmittel ins Haus liefern und schickt die Kinder schon mal mit der Nanny in die Ferien.

In vielen Mittelschichtshaushalten findet eine immense Verlagerung von unbezahlter Hausarbeit zu schlecht entlöhnter Dienstleistung statt. «Kontext» fragt, welche individuellen Annehmlichkeiten und welche gesellschaftlichen Folgen das mit sich bringt.

Beiträge

  • Wohnen mit James: Erleichterungen im

    Wohnen mit James: Erleichterungen im urbanen Alltag

    In einigen Schweizer Städten ist das Immobilienprojekt «James – Wohnen mit Service» bereits verwirklicht. In diesen Siedlungen steht den Mieterinnen und Mietern ein Concierge zur Seite, der sich persönlich um die Erleichterung des Alltags bemüht.

    An der Loge wird von der Hemdenreinigung, über die Putzhilfe bis zum Brief- und Paketservice praktisch jede Dienstleistung angeboten. Wie es sich in einer solchen Wohnanlage lebt und wie «James» in Wirklichkeit aussieht, zeigt die Reportage aus Zürich-Albisrieden.

    Kaa Linder

  • Die deutsche Schauspielerin Inga Brück als Dienstmädchen in den 1960er Jahren

    Dauerbrenner «Dienstmädchen-Frage»

    In bürgerlichen Haushalten hat bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein Dienstmädchen oder eine Zugehfrau für gebohnerte Böden und gekochte Mahlzeiten gesorgt.

    Je mehr Frauen aber besser bezahlte Stellen in der Fabrik, im Laden und Büro fanden, desto mehr wurde die «Dienstmädchen-Frage» zum Politikum.

    Seit auch Frauen mit Kindern mehrheitlich erwerbstätig sind und zu Hause zudem neue Aufgaben bewältigt werden müssen, kommt die «Dienstmädchen»-Frage erneut auf den Tisch. «Kontext» beleuchtet, was es mit dem gesellschaftspolitischen Dauerbrenner auf sich hat.

    Sabine Bitter

  • Entlastung für Normalverdienende

    Entlastung für Normalverdienende

    Alltägliche Arbeiten werden nicht nur von besonders gut situierten Menschen an Professionelle delegiert, sondern immer öfter auch von Normalverdienenden.

    Viele haben eine Putzkraft und lassen Hemden auswärts waschen und bügeln. Mittlerweile gibt es auch Anbieter, die einem das Sortieren und Entsorgen von Recyclinggütern wie PET, Glas oder Elektroschrott abnehmen.

    «Kontext» mit einem Augnschein vor Ort.

    Pascal Biber

  • Neues Personal zu Diensten

    Neues Personal zu Diensten

    Mit der steigenden Zahl von erwerbstätigen Frauen und Vollzeit beschäftigten Singles stellt sich vermehrt die Frage, wer einkauft, die Fenster putzt, die Kaffeemaschine entkalkt, den Balkon begrünt und Krankenkassenprämien prüft.

    Viele Haushalte rufen deshalb nach Entlastung: «Putzperlen» sind ebenso gefragt wie Pizza-Kuriere, Hundesitter und Finanzberaterinnen. Die Mittelschicht entlastet sich zunehmend mit bezahlten Dienstleistungen.

    Der Sachbuchautor Christoph Bartmann fragt, was mit der gewonnenen Zeit passiert und welche gesellschaftliche Kosten diese Entlastung hat.

    Sabine Bitter

Autor/in: Sabine Bitter, Kaa Linder, Pascal Biber, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter und Noëmi Gradwohl