Das Zuhause. Warum wir eines brauchen

  • Freitag, 23. Juni 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 23. Juni 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 23. Juni 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Es scheint ein Grundbedürfnis zu sein, dass sich der Mensch an einem Ort zuhause fühlt und sich einrichtet, um bei sich selbst anzukommen. «Kontext» spricht mit Agglomerationsbewohnern, Flüchtlingen und einem oft umgezogenen Autor, der sich schliesslich vom Nomadentum abwandte.

«Zuhause» muss kein Biedermeierbegriff sein. Es braucht auch nicht, wie Adorno schrieb, etwas Dogmatisches, eine gemeinschaftliche Erfindung und eine fragwürdige Vorschrift zu bedeuten. Sondern es kann eine sichere Ausgangsbasis sein, um der Welt zu begegnen. Ein innerer Ort, an dem sich jemand wohlfühlt. Ein soziales Netz, in dem jemand aufgehoben ist.

«Kontext» berichtet über das Lebensgefühl in der Agglomerationsgemeinde Reinach (BL), lässt Banafsheh Dodangeh und Rrstam Aloush, zwei Flüchtlinge aus Iran und Syrien, zu Wort kommen und befragt den Autor Daniel Schreiber, der nach Jahren der weltläufigen Provisorien im Begriffe ist, endlich bei sich selbst anzukommen.

Beiträge

  • Agglomeration – Nicht wirklich Land, aber auch nicht wirklich Stadt.

    Zuhause in der Agglomeration

    Die Agglomeration gilt als hässlich, als verbaut und verschandelt. Trotzdem bietet die Agglomeration zahlreichen in der Schweiz lebenden Menschen ein geschätztes Zuhause. Warum genau?

    Das wollte Maya Brändli wissen, die selbst in der Agglomeration aufwuchs und sie schrecklich fand. Sie ist an den Ort zurückgegangen, wo sie vor 40 Jahren gross wurde: nach Reinach im Kanton Baselland. Sie ist dort auf Menschen gestossen, die das Vorurteil «Agglomeration = hässlich» vollständig umgestürzt haben.

    Maya Brändli

  • Ein Zelt – für Flüchtlinge widerwillen ein Zuhause auf Zeit

    Von Flucht, Ankunft und der Suche nach einem neuen Zuhause

    Wer vor Krieg und Diktatur geflohen ist, hat nicht nur meist eine schwierige Lebensgeschichte im Gepäck, sondern steht auch vor der Herausforderung, sich in einem neuen Land ein Zuhause aufzubauen.

    Banafsheh Dodangeh, die aus dem Iran in die Schweiz floh, und der syrische Kurde Rrstam Aloush erzählen von Flucht und Ankunft, vom Prozess, sich ein neues Zuhause aufzubauen.

    Raphael Zehnder

  • Daniel Schreiber – Der deutsche Journalist und Autor Daniel Schreiber ist viel gereist und oft umgezogen.

    Das freiberufliche Nomadentum ad acta gelegt

    Der deutsche Journalist und Autor Daniel Schreiber ist viel gereist und oft umgezogen: Er wuchs in Mecklenburg auf und lebte unter anderem in New York, London und Berlin. Zeitweise war er fast die Hälfte des Jahres unterwegs – etwa während Lesereisen für seinen Bestseller «Nüchtern.

    Ueber das Trinken und das Glück».

    Nach Jahren des Nomadenlebens begann ihn das Thema «Zuhause» umzutreiben und er schrieb das Buch «Zuhause – Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen».

    Raphael Zehnder

Autor/in: Maya Brändli und Raphael Zehnder, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter