Die Welt nach Donald Trump

  • Mittwoch, 23. November 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 23. November 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 23. November 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der neue amerikanische Präsident schüttelt die Welt durch - viele Beobachter sind sich sicher, dass die Masstäbe sich verschieben werden. Nur wie?

Ein erklärter Rassist als Stabschef, die eigenen Kinder im engen Beraterteam, gemassregelte Medien, schwer lesbare Stellungnahmen zu politischen Fragen - der gewählte amerikanische Präsident Donald Trump sorgt für Verwirrung.

Er nähert sich Putin an, will Europa sich selber überlassen, und er will die Medien an die Kandarre nehmen. Zwei Wochen nach seiner Wahl eine Einschätzung aus unterschiedlichen Perspektiven - drei Interviews, drei Ansätze zur schillernden Figur des Donald Trump.

Beiträge

  • Mit Social Bots an die Macht gekommen

    In seinem Wahlkampf hat er die sozialen Medien eingesetzt wie kein anderer, und mehr als ein Drittel seiner Tweets stammen aus automatisierten Textmaschinen, sogenannten Social Bots.

    Donald Trump ist ein Mann der Social Media, und er nimmt es mit der Wahrheit nicht genau, sagt Stephan Russ-Mohl, Direktor des European Journalism Observatory in Lugano.

    Christoph Keller

  • US-Wahl hat Domino-Effekt in Europa

    Die US-Präsidentschaftswahl hat nicht nur Amerika, sondern auch Europa überrascht. Sie ist kein Zufall, sondern schliesst an den ebenfalls überraschenden Brexit-Entscheid in Grossbritannien an, der seinerseits den Sieg von Trump begünstigt hat.

    Diese beiden politischen Ereignisse sind eng miteinander verknüpft, sagt Teresa Pullano, Professorin am Europainstitut der Universität Basel. Und sie werden die nächsten europäischen Wahlen im Dezember in Österreich, und 2017 in den Niederlanden, in Frankreich und Deutschland beeinflussen: Ein Rechtsrutsch, so sagt sie, steht vor der Tür.

    Sabine Bitter

  • Plötzlich Assads Freund

    Donald Trump überrascht auch in seinen aussenpolitischen Aussagen. So will er sich nicht nur den russischen Präsidenten Vladimir Putin zum Freund machen, sondern auch Bashar Al-Assad, das syrische Staatsoberhaupt.

    Und er will die USA zwar aus den internationalen Konflikten heraushalten, spricht aber davon, die amerikanische Flotte aufrüsten zu wollen.

    Die Weltmacht USA unter Donald Trump, eine Einschätzung von Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.

    Hansjörg Schultz

Autor/in: Christoph Keller, Hansjörg Schultz, Sabine Bitter, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Mariel Kreis