Dunkelhäutig und verdächtig

  • Freitag, 17. Juni 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 17. Juni 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 17. Juni 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Wer eine dunkle Haut hat, riskiert, immer wieder von der Polizei kontrolliert zu werden - Racial Profiling nennt sich diese Praxis, die heftig diskutiert wird.

Ein Mann steigt aus dem Zug, strebt mit hundert anderen dem Ausgang zu, und wird von einer Polizeipatrouille angehalten. Es gibt für die Personenkontrolle keinen bestimmten Grund, keinen Anlass - ausser: dass der Mann eine dunkle Hautfarbe hat.

Was Mohamed Wa'Baile passiert ist, widerfährt vielen Menschen in der Schweiz, eine Kontrolle am helllichten Tag, einfach so. Nun organisieren sich die Betroffenen, und die Polizei ergreift Massnahmen - wie und warum, das erklärt Tarek Naguib, Jurist und Experte für Rassismus, der in der Sendung zu Gast ist.

Beiträge

  • Der Reflex, dass dunkelhäutige Menschen an sich gefährlich, bedrohlich und kriminell sind, stammt aus der Kolonialzeit

    Der blinde Fleck

    Wenn die Polizei einen Mann oder eine Frau mit dunkler Haut ohne jeden Anlass kontrolliert, dann meistens aufgrund eines Reflexes. Dem Reflex, dass dunkelhäutige Menschen an sich gefährlich, bedrohlich, kriminell sind - ein uraltes, kolonial geprägtes Bild schiebt sich da in den Vordergrund.

    Christoph Keller

  • Nirgends schlägt die Polizei so brutal gegen Schwarze zu, wie in den USA.

    Amerikanische Vorbilder

    Nirgends schlägt die Polizei so brutal gegen Schwarze zu, wie in den USA. Und ganz besonders in Gegenden, in denen viele Afroamerikaner leben. Eine Reportage aus Oakland.

    Jan Tussing

  • Gerhard Lips, Kommandant der Kantonspolizei Basel, fördert die Vierlfalt in seinem Korps.

    Die Lösung heisst Diversität

    Die Menschen, die in unseren Städten leben, werden immer vielfältiger, und das gilt vor allem für Basel. Die Stadt ist ein Schmelztiegel der Kulturen, die Polizei muss umlernen.

    Gerhard Lips, Kommandant der Kantonspolizei, erklärt, wie er das tut - er fördert die Vielfalt im eigenen Polizeikorps.

    Christoph Keller

Autor/in: Christoph Keller, Jan Tussing, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Brigitte Häring