Künste im Gespräch: «Foxtrot», Frisch-Rundgang, Raphael Urweider

  • Donnerstag, 5. April 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 5. April 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 5. April 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der israelische Film «Foxtrot» zeigt eine Gesellschaft in Schieflage. Ein ungewöhnlicher Stadtrundgang in Zürich ist dem Schriftsteller und Architekten Max Frisch gewidmet. Und der vielseitige Schweizer Lyriker Raphael Urweider spricht über seine Arbeit.

Der Film «Foxtrot» hat im Herkunftsland Israel für einige Kontroversen gesorgt, weil er die Armee und Kriegsführung des Landes auf sehr groteske und zynische Art kritisiert. Im Rest der Welt begeistert der Film wegen seiner ungewöhnlichen Erzählweise. Dazu ein Gespräch mit Regisseur Samuel Maoz.

In Zürich herrscht «Ärger im Paradies»: so zumindest heisst ein theatraler Rundgang durch die Stadt – auf den Spuren des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Wir sind mitgegangen.

Raphael Urweider ist nicht nur Lyriker, sondern auch Rapper, Regisseur, Musiker. Im Gespräch mit ihm wird klar, warum er einer der spannendsten Schweizer Lyriker der Gegenwart ist und was seine Arbeiten ausmacht.

Beiträge

  • Regisseur Samuel Maoz

    «Foxtrot»: Gesellschaft in Schieflage

    Der israelische Regisseur Samuel Maoz hat mit seinem Film «Foxtrot» in ein Wespennest gestochen – sein Plädoyer gegen Israel als Nation im Dauerkrieg ist im eigenen Land nicht bei allen gut angekommen.

    International feiert Maoz nicht erst mit diesem grossartig-zynischen Werk Erfolg. Schon mit «Lebanon», einem Film über seine eigenen Erlebnisse im Libanonkrieg hatte er zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Goldenen Löwen von Venedig.

    In «Foxtrot» sind die Soldaten von gestern die Soldatenväter von heute. Was das wiederum mit ihm selber zu tun hat, erzählt der Regisseur im Interview.

    Brigitte Häring

  • Christian Baumbach und Wanda Winzenried im Alten Botanischen Garten.

    Max Frisch: ein theatraler Städtetrip durch Zürich

    Das architektonische wie das schriftstellerische Werk von Max Frisch sind eng an die Stadt Zürich gebunden. Die Schriften des Schweizer Citoyens und intellektuellen Vordenkers des 20. Jahrhunderts haben bis heute Relevanz.

    Das Zürcher Schauspielhaus inszeniert auf Max Frischs Spuren einen Trip durch die Stadt Zürich. Dabei werden Lebensthemen wie Utopie, Demokratie, Altern und Tod theatralisch ausgelotet. Den Stadtrundgang mit ungewohnten Einblicken «Ärger im Paradies» inszeniert Stephan Müller.

    Unsere Autorin hat sich mit dem Regisseur über das Vermächtnis von Max Frisch unterhalten.

    Kaa Linder

  • Autor Raphael Urweider

    Zuhause in Bern und überall – ein lyrischer Streifzug

    Der Schweizer Autor Raphael Urweider zieht in seinem neuen Gedichtband «Wildern» gleich mehrmals um den Globus. In fein gestrickten, melodiösen Texten erkundet er verschiedene Orte, die Natur und die Erinnerungswelt.

    Simon Leuthold hat sich mit ihm über das Nomadische an der Lyrik, über Reisen und Träume, aber auch über Politik unterhalten.
     
    Buchhinweis:
    Raphael Urweider: «Wildern». Hanser, München 2018.

    Simon Leuthold

Autor/in: Brigitte Häring, Kaa Linder, Simon Leuthold, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Theresa Beyer, Brigitte Häring