Neue Schere, um am Genom zu schneiden – mit unbekannten Folgen

  • Mittwoch, 7. Oktober 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 7. Oktober 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 7. Oktober 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Wenn eine neue Genschere die Gentechnik revolutioniert, hat das nicht nur für die Arbeit im Labor Folgen. Auch die Technik muss sich mit ganz neuen Fragen beschäftigen.

Lange war es ein Rätsel: Warum enthält das Erbgut von Bakterien Abschnitte mit unzähligen Wiederholungen? Das chemische Stottern entpuppte sich als bakterielles Immunsystem.

Vor drei Jahren gelang einer Gruppe Forschenden der Clou: Das bakterielle Immunsystem lässt sich als universelles Werkzeug nutzen, um DNA zu verändern. Die Methode verbreitet sich rasend schnell in der Wissenschaft. Doch sie wirft auch ethische Fragen auf.

Beiträge

  • Gentechnik, für einmal einfach und günstig - aber nicht unumstritten.

    Gentechnik: Präzise, einfach und günstig

    Eine neue Methode der Gentechnik verbreitet sich zur Zeit in den Labors weltweit. Sie ist präzise, einfach und günstig. Ihre Erfinder und Erfinderinnen werden als Pioniere gefeiert. Doch: Sie selbst warnen vor dem unbegrenzten Einsatz der Methode.

    Die Geschichte einer brisanten Entdeckung, die Wiederholung einer Sendung aus der Reihe «Pioniere».

    Odette Frey

  • Von der Genschere zum manipulierten Menschen: Ein kleiner, folgenreicher Schritt.

    Herausforderungen für die Ethik

    Mit der neuen Genschere Crispr-cas9 ist es möglich, Manipulationen am Erbgut auch von Säugetieren rasch und günstig durchzuführen.

    Der manipulierte Mensch rückt damit in Reichweite - mit den Folgen hat sich der Ethiker Christoph Rehmann-Sutter, Professor an der Universität Lübeck, auseinandergesetzt.

    Christoph Keller

Autor/in: Odette Frey und Christoph Keller, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Michael Sennhauser