Populismus Marke Duterte, Perón, Chávez

  • Montag, 26. September 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 26. September 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 26. September 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Sich volksnah geben, Petro-Dollars und Aufträge verteilen, eine Elite verteufeln, zu der man oft selbst gehört, und stahlhart die eigenen Interessen verfolgen. Das sind Merkmale des Populismus.

Ob sie nach traditionellem Begriff «rechts» oder «links» stehen, spielt keine Rolle: Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, die im November angewählten argentinischen Peronisten, die paraguayanischen «Colorados», die einst die Kleinbauern vertraten, und die «bolivarische Revolution» in Venezuela, sie alle pflegen eine volksnahe Rhetorik mit einfachen Rezepten, sie verteilen Geld an ihre Günstlinge und sie wissen, wer für die Uebel ihres Landes verantwortlich ist. Während der Populismus in den Philippinen einen Höhepunkt erreicht, zerfällt er in Südamerika.

Beiträge

  • Rodrigo Duterte, der Präsident der Philippinen, evozierte in Kürze eine Negativschlagzeile nach der anderen.

    Der Trump der Philippinen?

    Er flucht, er droht, er beleidigt. Rodrigo Duterte, der Präsident der Philippinen, machte in den vergangenen Wochen viel von sich reden.

    Obwohl erst seit kurzem im Amt, sichern ihm seine Rundumschläge den Ruf eines vulgären Grossmauls. Doch die Bürgerinnen und Bürger der Philippinen schätzen offenbar seine volksnahe Art, direkt und unverblümt. Er behauptet von sich, das einfache Volk zu vertreten. Eine Reportage.

    Thomas Kruchem

  • Das Erbe der Peronisten

    Die Tageszeitungen titelten: «Argentinien wählt den Populismus ab». Die Wahl des Wirtschaftsliberalen Mauricio Macri zum Präsidenten Argentiniens im letzten November überraschte.

    Denn die Umfragen sprachen für die Peronisten, die über Jahre grosszügig Hilfsgelder, Renten und Subventionen über ihr Volk streuten. Sie gaben sich volksnah und regierten vor allem für die eigene Tasche. Mit der neuen Landesführung scheint sich eine Wende abzuzeichnen.

    Gaby Weber

  • Diktator Stroessner: Populistische Einparteiherrschaft während 35 Jahren in der Paraguay.

    Die populistische Einparteienherrschaft

    Der Binnenstaat Paraguay, siebenmal so gross wie die Schweiz, aber mit bloss 6.7 Millionen Einwohnern, taucht international kaum in den Schlagzeilen auf.

    Und wenn, dann waren es die Verbrechen des Diktators Stroessner, der das Land von 1954 bis 89 beherrschte. Seine Partei waren die «Colorados». Sie bestimmen die Politik des Landes bis heute.

    Gaby Weber

  • Der ehemalige Präsident Venezuelas, Hugo Chávez, als Statue.

    Die bolivarische Revolution

    Ein Schreckgespenst für den Westen: Das «chavistische» Venezuela! Bis zu seinem Tod im März 2013 setzte der venezolanische Präsident Hugo Chávez seine «bolivarische Revolution» um.

    15 Jahre lang versuchte er, den Erdölstaat Venezuela sozialistisch umzubauen. Sein Nachfolger Nicolas Maduro verfolgt seither diese Linie weiter.

    Gaby Weber

Autor/in: Thomas Kruchem, Gaby Weber, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Ellinor Landmann, Julia Voegelin, Christoph Keller, Raphael Zehnder