Profile und Daten

  • Mittwoch, 27. September 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 27. September 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 27. September 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Behörden und Unternehmen haben eines gemeinsam: Sie sammeln Informationen, Daten. In Gesprächen mit Straftätern tut dies der Profiler, der IT-Forensiker wertet die sichergestellten elektronischen Geräte aus, und die Unternehmen sind z.B. daran interessiert, welche Webseiten wir beim Surfen besuchen.

Der österreichische Profiler Thomas Müller vergleicht Kriminalfälle, um Handlungsmuster zu erkennen und ein Täterprofil zu erstellen.

In der elektronischen Welt hinterlassen wir alle selbst Spuren, die sich zu Persönlichkeitsprofilen verknüpfen lassen: Informationen über unsere Interessen und Vorlieben, unsere politische Gesinnung, unsere Kontakte. Das ist von Interesse - für Ermittlungsbehörden, die Kriminalfälle lösen, und für Unternehmen, die unsere Daten zu Geld machen wollen. Grosse Herausforderungen für den Datenschutz.

Beiträge

  • Er ist vermutlich der Star unter Europas Kriminalpsychologen: der österreichische Profiler Thomas Müller.

    Der Profiler

    Er ist vermutlich der Star unter Europas Kriminalpsychologen: der österreichische Profiler Thomas Müller. Um zur Lösung eines Kriminalfalls beizutragen, analysiert er nicht nur den Tatort. Sein Wissen bezieht er vor allem durch bereits gefasste Täter.

    Er hat zahlreiche Mörder in Hochsicherheits-Trakten nach ihren Motiven und ihrem Vorgehen befragt. Um von ihnen zu lernen.

    Hans Rubinich

  • Hans Rudolf Flury, Leiter der im Bundesamt für Polizei (fedpol) angesiedelten Bundeskriminalpolizei.

    IT-Forensik und Persönlichkeitsprofile

    Elektronische Geräte sind für die Ermittlungsbehörden von höchstem Interesse.

    Zwar ist die Menge von Daten, die sich auf den Festplatten befinden, immens, doch die Suche «nach der Nadel im Heuhaufen» lohnt sich, sagt Hans Rudolf Flury, Leiter der im Bundesamt für Polizei (fedpol) angesiedelten Bundeskriminalpolizei.

    Welche Daten sind gerichtsrelevant? Wo liegen die Grenzen der IT-Forensik? Ein Gespräch.

    Raphael Zehnder

  • Amtsstellen dürfen nicht wahllos Daten über die Bürgerinnen und Bürger sammeln.

    Was Behörden dürfen

    Amtsstellen dürfen nicht wahllos Daten über die Bürgerinnen und Bürger sammeln. Welche Daten sie sammeln und wofür sie sie verwenden dürfen, ist gesetzlich geregelt.

    Kontrollinstanzen sind die Justiz, insbesondere die Verwaltungsgerichte, und der Eidgenössische Datenschutz- und Oeffentlichkeitsbeauftragte Adrian Lobsiger.

    Raphael Zehnder

  • Nicht nur die Behörden sammeln Daten. Auch Firmen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben.

    Der riesengrosse Datenmarkt

    Nicht nur die Behörden sammeln Daten. Auch Firmen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben, wenn wir beispielsweise Online einkaufen. Daten sind dort notwendig, weil sonst der Versand oder die Rechnungsstellung gar nicht möglich wäre.

    Die Sammeltätigkeit der Firmen geht heute aber weit über die notwendigen Daten hinaus.

    Reto Widmer

  • Private Datensammler haben weniger gesetzliche Schranken als behördliche.

    Datensammlungen von Privatunternehmen

    Private Datensammler haben weniger gesetzliche Schranken als behördliche. Transparenz und faire Information seien das A und O im Datensammelbetrieb von Unternehmen.

    Die Anbieter von Dienstleistungen übers Internet müssten die Kundinnen und Kunden vollumfänglich informieren, wofür sie ihre Daten zur Verfügung stellten, sagt Adrian Lobsiger, Eidgenössischer Datenschutz- und Oeffentlichkeitsbeauftragter.

    Raphael Zehnder

Autor/in: Hans Rubinich, Reto Widmer, Raphael Zehnder, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter