Reprise: Afrikanische Literatur südlich der Sahara

  • Donnerstag, 20. August 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 20. August 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 20. August 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Das Leben in einer afrikanischen Stadt ist oft Stoff für Geschichten in der Literatur des subsaharischen Afrikas: Der tägliche Überlebenskampf, die zunehmende Vereinzelung, die Korruption.

Ein Kontinent mit Kriegen, Konflikten und Hunger: Dies ist oftmals das Bild, das wir in Europa von Afrika haben. Doch Afrika hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert und steht auch für Hoffnung und Aufbruch. Die Urbanisierung hat massiv zugenommen mit all ihren Vor- und Nachteilen. Diese veränderten Lebensverhältnisse spiegeln sich in der Literatur aus Subsahara-Afrika.

Junge Autorinnen und Autoren schreiben mit Witz und Schärfe über den täglichen Wahnsinn in den überfüllten Städten, über Korruption und den Überlebenskampf. In ihren Liedern, Gedichten und Romanen taucht man ein in den Kochtopf des modernen afrikanischen Lebens.

Beiträge

  • Nairobi ist Schauplatz seiner Krimis: der amerikanisch-kenianische Autor Mukoma wa Ngugi.

    Die junge Literaturszene in Kenia

    «Hühnerscheisse, so nennt man uns Dichter und Schriftsteller» sagt ein kenianischer Autor. «Man findet uns nutzlos und nimmt uns nicht ernst.»

    Die Akzeptanz der Schriftsteller in der Bevölkerung mag gering sein und vom Schreiben kann kaum einer leben, doch Stoff für Geschichten gibt es zuhauf. Seit die Zensur in Kenia abgeschafft ist, haben sich auch die Themen verändert. Die Politik hat als literarisches Thema ausgedient. Es ist vor allem der tägliche Überlebenskampf über den die jungen kenianischen Autoren schreiben.

    Eine Reportage aus dem Literaturlabor Kenia.

    Johannes Kaiser

  • Bei Alain Mabanckou wird eine Bar zum Miniatur-Abbild der Republik Kongo.

    Eine Bar wird zur grossen Weltbühne

    Im Roman «Zerbrochenes Glas» von Alain Mabanckou ist eine Bar in einem Armenviertel das Zuhause einer Handvoll verlorener Gestalten: Trinker, Kleinkriminelle und Prostituierte.

    Mit liebevollem Blick und feinem Humor erzählt Alain Mabanckou die Geschichte dieser Menschen und wirft damit auch einen Blick auf die Gesellschaft und auf die politischen Zustände in der Republik Kongo. Er zeigt die tragikomischen Seiten des Lebens in einer afrikanischen Stadt.


    Buchhinweis:
    Alain Mabanckou: «Zerbrochenes Glas» (Roman). Verlag: Liebeskind

    Esther Schneider

Autor/in: Esther Schneider, Moderation: Monika Schärer