Sauberes Trinkwasser für alle – aber wie?

  • Mittwoch, 19. August 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 19. August 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 19. August 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Über eine Milliarde Menschen müssen verschmutztes Wasser trinken, über zwei Milliarden haben kein richtiges Klo. Entwicklungsziele der Uno sollen dies bis 2015 ändern sie haben mässigen Erfolg.

Vor 15 Jahren beschloss die Staatengemeinschaft eine Reihe von Entwicklungszielen, um den Ärmsten zu helfen. 2015 wird Bilanz gezogen. Ein wichtiges Ziel betrifft den Zugang zu Trinkwasser und Latrinen. Verschmutztes Trinkwasser führt zu Durchfallerkrankungen.

Pro Tag sterben über 2000 Kleinkinder daran. Auch die Defäkation im Freien fördert Durchfall. Milliarden wurden investiert, um die Situation zu verbessern. Doch die Erfolge sind mässig.
Kontext hat in Tansania mehrere Projekte besucht, die die Probleme angehen.

Beiträge

  • Die Handpumpen funktionieren nicht immer: Frauen an einem Brunnen auf Sansibar.

    Pumpe mit Pannenhelfer

    Tausende von Brunnen wurden in Afrika gebohrt, Milliarden investiert. Doch viele funktionieren nach wenigen Monaten nicht mehr, und niemand repariert die Handpumpen. Die Entwicklungsorganisation Msabi in Ifakara, Tansania, will es besser machen.

    Thomas Häusler

  • Einfaches Filtersystem: Oben läuft das Wasser ein, unten kann Trinkwasser gezapft werden.

    Filtern ist besser

    Viele Menschen in Afrika und Asien haben zwar Zugang zu einem sauberen Brunnen - und trotzdem stecken sie sich oft mit Durchfall-Krankheiten an. Das Wasser wird beim Transport in offenen Gefässen oder zuhause kontaminiert. Abhilfe schaffen soll Aufklärung und ein billiger Filter aus Keramik.

    Thomas Häusler

  • Waschen ist wegen der Wasserknappheit nicht einfach in Afrika.

    Duschen ist Glückssache

    Nicht nur auf dem Land, auch in den Städten des Südens fehlt oft Trinkwasser. Das Geld reicht nicht, um die schnell wachsende Stadtbevölkerung zu versorgen. Viele Häuser haben kein fliessendes Wasser.

    Die Wasserversorger kämpfen mit überraschenden Problemen: Wasserklau, Röhrenraub und dem Verbot, informelle Siedlungen ans Wassernetz anzuschliessen. Eine Reportage aus der tansanischen Stadt Dodoma.

    Thomas Häusler

  • Im Dorf Soera wurden Dorfbewohner in den Bau von Latrinen eingeführt.

    Scham, Ekel, Angst

    Über 2 Milliarden Menschen haben keine vernünftige sanitäre Anlage. Fast eine Milliarde verrichten ihr Geschäft im Freien. Eine unkonventionelle Methode aus Südasien soll die Menschen aufklären und zum Bau von Latrinen bewegen.

    Die Menschen eines Dorfes werden an den Verrichtungsplätzen versammelt, um ihnen das Problem direkt vor Augen zu führen. Im tansanischen Dorf Soera hat das funktioniert: dort haben jetzt alle eine Latrine.

    Thomas Häusler

Autor/in: Thomas Häusler, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Dania Sulzer