Schweizer Musik: Musikalische Zwischenräume als Innovationslabore

  • Freitag, 9. Februar 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 9. Februar 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 9. Februar 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Auf SRF steht der 9. Februar ganz im Zeichen der Schweizer Musik. Bevor am Abend die Swiss Music Awards verliehen werden, richtet Kontext die Scheinwerfer auf die spezialisierten Bühnen: Sind die nicht-kommerziellen Musiken der Schweiz Innovationslabore? Wo stehen sie? Wo gehen sie hin?

Schweizer Musik, das sind nicht nur die Abräumer aus der Hitparade, wie sie im Hallenstadion Zürich auftreten. International punktet die Schweizer Musikszene vor allem durch ihre Spezialistinnen, Forscher, Tüftlerinnen und Freigeister, die die gängigen Hörgewohnheiten des Publikums herausfordern - Musikerinnen und Musiker also, die sich selbst organisieren und weder an den Mainstream, noch an feste Institutionen gebunden sind.

Aber ist diese Spezies durch Veränderungen im Musikmarkt und in der Kulturförderung bedroht? Oder ist die Krise der Musikindustrie eigentlich nur eine Krise des Mainstreams? Die experimentierfreudige Komponistin und Geigerin Charlotte Hug und der umtriebige Jazz/Pop-Produzent Ephrem Lüchinger loten das Kreativpotential dieser «Musik der Zwischenräume» aus und diskutieren über ihre Zukunft.

Beiträge

  • Es ist ein altes Lied, dass CD-Verkäufe einbrechen, Live-Gagen sinken und die Einnahmen, die Streaming bietet, enttäuschen. Musikerinnen und Musiker jenseits des Mainstreams spüren diese Umbrüche besonders.

    Wider das Gejammer: Her mit neuen Formaten!

    Es ist ein altes Lied, dass CD-Verkäufe einbrechen, Live-Gagen sinken und die Einnahmen, die Streaming bietet, enttäuschen. Musikerinnen und Musiker jenseits des Mainstreams spüren diese Umbrüche besonders.

    Doch anstatt darüber zu jammern vom grossen Kuchen zu wenig abzubekommen, sprudeln Bands, Einzelkünstlerinnen und Veranstalter vor Ideen. Unter dem Motto «Do it yourself» bringen sie ihre Musik zum Blühen: sie schaffen neue Konzertformate, nutzen digitale Medien und erobern ein neues Publikum. Ein Überblick.

    Roman Hosek

  • Ohne Kulturförderung hätten es viele Spezialmusiken schwer in der Schweiz.

    Die Zukunft der Kulturförderung: Wenn die Crowd mitmischt

    Ohne Kulturförderung hätten es viele Spezialmusiken schwer in der Schweiz.

    Um Innovation zu erkennen und zu fördern, geht die Stadt Chur seit letztem Jahr einen neuen Weg und bezieht in den Entscheidungsprozess die Fancommunities mit ein: in ihrem Programm «Booster» fördert die Stadt nur, wenn ein Projekt auch auf der Crowdfunding-Plattform WeMakeIt erfolgreich ist.

    Hilft so ein Modell auch Newcomern oder nur jenen Musikerinnen und Musikern, die sowieso schon bekannt sind?

    Theresa Beyer

  • Die Schola Cantorum in Basel könnte man als die ETH der Alten Musik bezeichnen.

    Hochspezialisiert ist halb gewonnen: Schola Cantorum Basiliensis

    Die Schola Cantorum in Basel könnte man als die ETH der Alten Musik bezeichnen: hochspezialisiert und mit bester Infrastruktur. Ein Besuch in ihrem Herzstück: der Instrumentenkammer, in der Studierende ein und ausgehen um sich historische Instrumente auszuleihen.

    Welche Bedeutung hat die Infrastruktur für das erforschen neuer und alter Klänge?

    Jenny Berg

Autor/in: Theresa Beyer, Roman Hosek, Jenny Berg, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Michael Sennhauser