Töten für die Revolution - oder auch nicht

  • Freitag, 16. März 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 16. März 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 16. März 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Vor exakt vierzig Jahren wurde der italienische Politiker Aldo Moro, Vorsitzender der Democrazia Cristiana, entführt - und dann ermordet. Mit Folgen bis heute.

Er war auf dem Weg zum Parlament, als die Brigate Rosse zuschlugen, alle Leibwächter töteten und Aldo Moro entführten. Bis zum Tag seiner Ermordung, dem 9. Mai, blieb Aldo Moro in Gefangenschaft der Brigate Rosse, versuchte zu verhandeln, versuchte, seinen beträchtlichen politischen Einfluss auszunützen. Vergeblich.

Die Brigate Rosse hatten ihr Ziel erreicht, den historischen Kompromiss, der sich anbahnte, das Zusammengehen der Kommunisten und der Christdemokraten, zu zerschlagen. Eine Zeitenwende, die Italien bis heute prägt.

Beiträge

  • Aldo Moro war auf dem Weg zum Parlament, als die Brigate Rosse zuschlugen, alle Leibwächter töteten und Aldo Moro entführten.

    Ein Mann von vielerlei Mächten

    Aldo Moro war beliebt, und er war ein Pragmatiker. Er sah, dass er Italien nur aus der Krise würde führen können, wenn Christdemokraten und Kommunisten zusammengingen. Das war sowohl den USA wie auch Grossbritannien ein Dorn im Auge.

    Seine Ermordung durch die Brigate Rosse, so wird bis heute gemutmasst, geschah denn möglicherweise auch im Dienste dieser Kräfte.

    Aureliana Sorrento

  • asdf

    Historikerin Dominique Grisard über die unbändige Petra Krause

    Die Brigate Rosse hatten auch Verbindungen in die Schweiz, und über die Schweiz waren sie mit der Roten Armee Fraktion, der RAF, verbunden.

    Im Mittelpunkt der Szene stand eine Frau: Petra Krause, Organisatorin, Planerin, Strategin. Über sie hat die Historikerin Dominique Grisard geforscht.

    Christoph Keller

Autor/in: Aureliana Sorrento, Christoph Keller, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Michael Sennhauser