Weltschmerz!

  • Montag, 21. November 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 21. November 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 21. November 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Brexit, Trump Terrorismus und Menschen auf der Flucht. Klimawandel, Zukunftsangst und persönliche Sorgen. Es scheint, ein altmodisches Weh hat Hochkonjunktur: der Weltschmerz.

Der Begriff stammt aus dem 18. Jahrhundert. Geprägt hat ihn der deutsche Schriftsteller Jean Paul. Jean Paul ortete im Weltschmerz ein Gefühl der Trauer und schmerzhaft empfundener Melancholie. Eine Melancholie die jemand über seine eigene Unzulänglichkeit empfindet, die er zugleich als Teil der Unzulänglichkeit der Welt betrachtet.

Die Gebrüder Grimm definieren in ihrem Deutschen Wörterbuch Weltschmerz als «tiefe Traurigkeit über die Unzulänglichkeit der Welt». Diese tiefe Traurigkeit über die Unzulänglichkeit der Welt kennen viele von uns aus der Pubertät. Und für viele Erwachsene ist das Leiden an der Zeit ein Alltagsbegleiter.

Kontext stellt 7 Grundfragen zu Weltschmerz. 3 sehr unterschiedliche Experten antworten darauf.

Beiträge

  • Sänger und Liedermacher Endo Anaconda spricht über Weltschmerz.

    Was heisst schon Weltschmerz?

    Woher kommt der Begriff? Wie definiert sich das Weh an der Welt? Was schmerzt zurzeit am meisten?

    Diesen Fragen stellen sich, ohne voneinander zu wissen: der Risikoforscher Gerd Gigerenzer, die Emotionsexpertin Verena Kast und der Sänger und Liedermacher Endo Anaconda.

    Cornelia Kazis

  • Auch das Europäische Parlament in Brüssel scheint für Weltschmerz zu sorgen.

    Mehr oder weniger?

    Weltschmerz ist keine feste Grösse. Er verändert sich. Mal wird er akut. Mal ist er latent. Was genau verstärkt ihn in diesen Tagen? Und was mildert ihn?

    Diesen Fragen stellen sich, ohne voneinander zu wissen: der Risikoforscher Gerd Gigerenzer, die Emotionsexpertin Verena Kast und der Sänger und Liedermacher Endo Anaconda.

    Cornelia Kazis

  • Nicht nur da sitzen – Weltschmerz kann auch ganz aktiv kuriert werden.

    Taten statt Worte!

    Als Individuen und auch als Gesellschaft sind wir dem Lauf der Welt nicht einfach ausgesetzt. Weltschmerz kann also auch ganz aktiv kuriert werden. Francoise Sagan sagte einmal: «Aus einem tiefen Weltschmerz reisst einem zuweilen sehr wohltätig ein kleines Ärgernis».

    Und was tun die drei Experten? Zu erwarten sind sehr unterschiedliche Antworten!

    Cornelia Kazis

  • Weltschmerz ist mit grossen Hoffnungen verbunden.

    Licht am Horizont

    Für die einen ist es die Jugend. Für die anderen der menschliche Zusammenhalt, die Vernunft oder eine Wende der noch ungeahnten Art.

    Allen drei Experten ist der Weltschmerz alles andere als fremd. Aber alle drei hegen grosse Hoffnungen.

    Cornelia Kazis

Autor/in: Cornelia Kazis, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Christoph Keller